Neue Anlegestelle für Flusskreuzfahrtschiffe

(vom 21.04.2017)

Neue Anlegestelle für Kreuzfahrtschiffe

Am 20. April legte die MS Switzerland als erstes Passagierschiff auf ihrem Weg von Köln nach Basel an der neuen Anlegestelle im Rheinhafen Speyer an.

Bei strahlendem Sonnenschein begrüßten Oberbürgermeister Hansjörg Eger, SWS-Geschäftsführer Wolfgang Bühring und zahlreiche Gäste das Flusskreuzfahrtschiff mit Kapitän Alexander Kamenov, Crew und Passagieren. „Die neue Anlegestelle hat für uns alle Vorteile“, sagte der bulgarische Kapitän. „Für uns Schiffsführer, dass wir ganz bequem und sicher anlegen können und für die Stadt Speyer höhere Liegegebühren und zusätzliche Kreuzfahrttouristen“.

Die vierte Anlegemöglichkeit in der Domstadt war notwendig geworden, da die bisherigen Steiger – zwei der Reederei Viking, einer der Verkehrsbetriebe – die große touristische Nachfrage nicht mehr decken können. Über hundert Termine sind für den neuen Steiger bereits gebucht worden. An der zweiten Anlegestelle der Verkehrsbetriebe docken jährlich etwa 250 Schiffe an. Bisher konnten nur Schiffe bis 110 Meter an den vorhandenen Anlegestellen in der Domstadt andocken. Jetzt ist das auch für Schiffe mit einer Länge von 135 Metern möglich.

Einweihung Anlegestelle
Auf der Brücke: (v. l.) SWS-Geschäftsführer Wolfgang Bühring, Kapitän Alexander Kamenov, Oberbürgermeister Hansjörg Eger

22 Tonnen schwer und 27 Meter lang ist die Brücke der Anlegestelle im Rheinhafen Speyer, die bereits Ende März eingebracht worden war. Erstmals gibt es in Deutschland eine Hubbrückenkonstruktion für Anleger dieser Größe, die flexibel nach Wasserstand des Rheins und Tiefgang der Schiffe justiert werden kann. Mit dieser neuartigen Konstruktion ist es möglich, auf eine kostenintensive Spundwand zu verzichten und alle Hafensicherheitsvorschriften, die Schiffsabstände, die Hafeneinfahrtsbreite und den erforderlichen Hafenwendebereich für 135 Meter-Schiffe zu gewährleisten.

In die Anlegestelle investieren die Verkehrsbetriebe, eine Tochtergesellschaft der Stadtwerke Speyer, 860.000 Euro. Zudem betreiben die Stadtwerke Speyer ein Energieterminal, an dem die Schiffe Landstrom beziehen können. Das Abschalten der Dieselmotoren dient dem Klimaschutz in der Domstadt.

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