SWS und Domhof-Hausbrauerei kooperieren

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(vom 09.10.2017)

Erste E-Bike-Ladestation in Betrieb genommen

Gemeinsam für die E-Mobilität in Speyer: (v. l.) Oberbürgermeister Hansjörg Eger, Domhof-Braumeister Franz Müller, SWS-Chef Wolfgang Bühring

Bereits 2010 setzten die Stadtwerke Speyer (SWS) die erste Ladestation für Elektrofahrzeuge. Sukzessive wurde die Ladeinfrastruktur seither ausgebaut. Am 6. Oktober konnte nun die erste Ladestation für E-Bikes in Betrieb genommen werden. Die Hausbrauerei Domhof wurde als Kooperationspartner gewonnen. Im Biergarten ist der Schrank im Stadtwerke-Blau mit acht Schließfächern zu finden.

4.000 Euro investierte der Energiedienstleister in die Anschaffung. Die Inbetriebnahme und die Stromkosten übernimmt die Hausbrauerei. Allein mit den zwischenzeitlich fünf Stationen und zwei Schnellstationen zum Aufladen von E-Mobilen im Stadtgebiet steht Speyer im Städteranking des Umkreises weit oben, machte SWS-Geschäftsführer Wolfgang Bühring deutlich. Oberbürgermeister Hansjörg Eger wies auf die vielen kleinen Schritte hin, die in Zusammenarbeit mit den SWS seit der Verabschiedung der Klimaschutz- und Energieleitlinie im Jahr 2008 gegangen wurden. Die Ladestation für E-Bikes im Biergarten des Domhofs, am hinteren Gaststätteneingang, bezeichnete er als attraktiven Service für die Kundschaft.

Dass die Notwendigkeit gegeben ist, haben die Verantwortlichen der Hausbrauerei bereits selbst seit Längerem erkannt. Braumeister Johannes Kabs erklärte: „Wir haben unheimlich viele Radtouristen und die Nachfrage nach Akku-Ladestationen ist zunehmend gestiegen.“ Alternativen zum Aufladen musste das Personal bislang suchen. Meist seien die Akkus hinter der Theke an den Strom angeschlossen worden, berichtete Kabs, nicht ohne den Zusatz: „Das war nichts Halbes und nichts Ganzes.“

Eine gute Lösung wollte das Domhof-Team und fand in den SWS dafür den richtigen Partner. „Speyer ist einer der wesentlichen Touristen-Treffpunkte“, machte Bühring deutlich und begründete damit das Entgegenkommen im Zuge der Klimaschutzförderung. Wichtig war dem Geschäftsführer eine Feststellung: „E-Mobilität macht nur Sinn, wenn sie mit grünem Strom gespeist wird.“ In dem Zusammenhang wies er auf die eigene Produktion der Energie durch vielschichtige Projekte hin.

Dass die Ladestation für E-Bikes erst jetzt – am Ende der Radfahrsaison – eingerichtet werden konnte, begründete SWS-Bereichsleiter Ralf Lang mit Lieferschwierigkeiten. Im Frühjahr bereits war die Technik geordert worden. Den Standort für den blauen Schrank hat das Domhof-Team ausgewählt. „Wir wollten kurze Wege für unsere Gäste“, merkte Kabs an.

Die acht Schließfächer sind jeweils mit einer 230-Volt-Steckdose ausgestattet, an die der abnehmbare E-Bike-Akku gehängt werden kann. Das Ladekabel muss der Radfahrer selbst im Gepäck haben. Zum Abschließen des Faches werden Ein- oder Zwei-Euro-Münzen benötigt, die beim Öffnen wieder ausgespuckt werden. „Die Gäste können bei uns ab sofort also doppelt auftanken“, warf Braumeister Franz Müller lächelnd ein. Zwischen einem und drei Stunden dauert ein Ladevorgang für den Rad-Akku.

OB Eger wies darauf hin, dass in Kürze auch am Bahnhof und im Kulturhof an der Tourist-Information Ladestationen für E-Bikes eingerichtet werden sollen. Ein Förderantrag für weitere Schnellladestationen für E-Mobile sei ebenfalls bereits gestellt, ergänzte Bühring. In Speyer waren im vergangenen Jahr 36 E-Fahrzeuge zugelassen. Deutschlandweit sind laut Kraftfahrtbundesamt aktuell zirka 15.000 auf den Straßen unterwegs. Im SWS-Fuhrpark sind derzeit vier Elektrofahrzeuge und ein Hybridwagen zu finden.

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