Anpassung der Strompreise zum 1. April 2008

(vom 15.02.2008)

Preiskonstanz seit 15 Monaten

Massiv gestiegene Beschaffungskosten und erhöhte gesetzlichen Abgaben durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz nennt Werner Schineller, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Speyer als Gründe für die Strompreiserhöhung zum 1. April 2008. Der Aufsichtsrat der SWS stimmte der Anpassung in seiner Sitzung am 8. Februar 2008 zu.
"Der Staat kassiert beim Strom kräftig mit", erläutert Wolfgang Bühring, Geschäftsführer der SWS. Über 40 Prozent des Strompreises flössen mittlerweile über verschiedene Steuern und Abgaben direkt an den Staat. „Andere Stromlieferanten haben in diesem Zeitraum schon mindestens einmal die Preise erhöht", so Bühring.

Die Verbrauchspreise beim Sondervertrag Privat erhöhen sich um brutto 0,83 Cent/kWh (4,8 Prozent). Bei einem Jahresverbrauch von beispielhaften 3.500 Kilowattstunden (Einfamilienhaus) entstehen Mehrkosten von 2,42 Euro im Monat. Privatkunden mit Grundversorgung zahlen brutto 1,01 Cent/kWh mehr. Bei gleichem Verbrauch bedeutet dies höhere Kosten von 2,95 Euro im Monat. Alle Stromkunden werden in einem persönlichen Schreiben Mitte Februar von den Stadtwerken detailliert informiert. „Durch einen strukturierten Stromeinkauf und die Ausschöpfung interner Kostensenkungspotentiale bieten wir unseren Privat- und Geschäftskunden wettbewerbsfähige Preise und sind zuversichtlich, diese wieder lange stabil halten zu können", versichert Bühring. Die SWS seien ein kapitalstarkes, im Stadtkonzern eingebundenes Unternehmen, das eine langfristige Liefersicherheit für die Kunden biete, was man von Wettbewerbern nicht immer behaupten könne. „Wir sind unabhängig von größeren Versorgern und können dadurch eine bürgernahe Preispolitik verfolgen. Auch stellen wir in hohem Maße Arbeits- und Ausbildungsplätze zur Verfügung und gewährleisten eine sichere Versorgungstechnik", betont Bühring.

In drei neue Solarstromanlagen sollen die SWS in den nächsten Monaten investieren, so der Beschluss des Aufsichtsrates. Aufgrund der Lage Speyers und den damit verbundenen jährlichen Sonnenstunden bestünden hier sehr gute Voraussetzungen für eine Photovoltaiknutzung, so Schineller. Auf der Überdachung der Garderobenschließfächer im Außenbereich des Sport- und Erlebnisbades bademaxx, auf dem Dach des Erweiterungsbaues des Umspannwerkes-Süd und auf der Feuerwache sollen Sonnendächer mit einer gesamten Modulfläche von 1.470 Quadratmetern entstehen. Die Leistung der drei Anlagen beträgt 178 Kilo-watt; die Solarstromernte 165.500 Kilowattstunden im Jahr, was einem durchschnittlichen Jahresstromverbrauch von 47 Einfamilienhäusern entspricht. Mit Projekten wie der Installation einer Solarstrom-Bürgeranlage, Photovoltaikanlagen auf Speyerer Schuldächern, dem Müllberg und einer Solarsiedlung im Stadtteil West hätten die Stadtwerke Speyer gemeinsam mit der Tochtergesellschaft TDG Technik und Dienstleistungs-GmbH bereits maßgeblich zur Verbesserung der Lebensqualität in Speyer beigetragen, so Schineller.

Nachdem die Stadtwerke schon seit sechs Jahren die Betriebsführung für die Straßenbeleuchtung in Speyer inne haben, übernahmen sie zum 1. Januar 2008 auch die gesamte Beleuchtungsanlage aus städtischem Besitz. Die Instandhaltung und Erneuerung aller öffentlichen Lampen und Leuchtmittel sind jetzt bei den SWS angesiedelt. „Energieeffizienz ist unser großes Ziel. Wir setzen beim Austausch auf wartungsarme Modelle mit optimierter Lichtoptik. Die neuen Leuchtmittel, die sukzessive zum Einsatz kommen, erzielen eine höhere Lichtausbeute bei einem Drittel weniger Verbrauch", so Bühring. „So bremsen wir mit moderner Technik die steigenden Energiekosten aus, was allen Bürgern zugute kommt", fasst Schineller zusammen.

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