Geschäftsjahr 2007 positiv abgeschlossen

(vom 03.06.2008)

Risikovorsorge für Regulierung belastet Ergebnis - Jugendförderung wieder im bademaxx

Die Geschäftsführung der Stadtwerke Speyer GmbH legte dem Aufsichtsrat in der Sitzung am 2. Juni 2008 unter Vorsitz von Oberbürgermeister Werner Schineller den Jahresabschluss und den Lagebericht für das Jahr 2007 vor.

Der Aufsichtsichtsrat empfahl dem Stadtrat aus dem Bilanzgewinn 2007 in Höhe von 2,8 Mio. Euro einen Betrag von 1,0 Mio. Euro an die Stadt Speyer als alleinige Gesellschafterin auszuschütten und den verbleibenden Betrag von 1,8 Mio. Euro (Vorjahr 1,7 Mio. Euro) in die Gewinnrücklage des Unternehmens einzustellen. „Nur durch den Wegfall des hohen Verlustes durch den Stadtverkehr und massive Rationalisierungsanstrengungen konnte ein derart gutes Ergebnis erzielt werden", erläutert Werner Schineller, Aufsichtsratsvorsitzender der SWS. Außerdem hätten Sondereffekte das Vorjahr belastet, die im Jahr 2007 nicht eingetreten seien. Die 1,8 Mio. Euro sollen zur Stärkung der Eigenmittel den Rücklagen zugeführt werden, um die Gesellschaft vor dem Hintergrund der weiteren Gesetzesvorhaben zur Regulierung des Energiemarktes fit zu halten. Nicht zu vergessen sei, dass trotz wirtschaftlicher Betriebsführung des neuen Sport- und Erlebnisbades bademaxx die Ertragssituation der Stadtwerke erheblich belastet werde.

Die SWS investierten 2007 3.646 TEuro (Vorjahr 8.877 TEuro). Schwerpunkte der Investitionstätigkeit waren die Fertigstellung des Sport- und Erlebnisbades bademaxx, die Erweiterung von Verteilungsanlagen und die Bohrung eines Tiefbrunnens im Wassergewinnungsgebiet Nord.

Die SWS erzielten im Jahr 2007 in den Sparten Strom, Gas, Wasser und Fernwärme insgesamt Umsatzerlöse von 61,5 Mio. Euro (Vorjahr 61,3 Mio. Euro). „Die Umsatzerlöse aus den Hauptgeschäftsfeldern sind nach Abzug der durchlaufenden Strom- und Erdgassteuern nur geringfügig um 254 TEuro angestiegen", kommentiert SWS-Geschäftsführer Wolfgang Bühring das gute Ergebnis. Die Abgabepreise bei Strom seien zum 1. Januar 2007 angehoben worden. Die Beschaffungskosten stiegen durch den permanenten Druck an den Stromhandelsbörsen erheblich. „Brutto zahlte ein Drei-Personen-Haushalt mit 3.500 kWh Jahresverbrauch im Jahr 2007 knapp 21 % mehr für den Strom als noch 1998", so Bühring.

Neben den erhöhten Beschaffungskosten würden einen großen Teil des Strompreises die wachsenden staatlich verursachten Belastungen (Mehrwertsteuer, Erneuerbare-Energien-Gesetz, Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz, Stromsteuer) ausmachen. Die Gaspreise konnten zum 1. April 2007 gesenkt werden.

Im Wasserbereich gingen die Umsatzerlöse bei seit 1998 konstanten Preisen mengenbedingt um 175 TEuro zurück. Bei der Fernwärmeversorgung sind die Umsatzerlöse durch die warme Heizperiode um 492 TEuro geringer als 2006.

Die Konzessionsabgabe an die Stadt Speyer wurde mit 2,4 Mio. Euro voll erwirtschaftet.

Zum 31.12.2007 beschäftigten die Stadtwerke Speyer insgesamt 224 Mitarbeiter/innen (Vorjahr 223 Mitarbeiter). Der Personalbestand der SWS schließt das Personal der Verkehrsbetriebe und der Entsorgungsbetriebe (Angestellte) mit ein. Bei einem Rückgang der Beschäftigten in den technischen und kaufmännischen Bereichen sind die Einstellungen im neu eröffneten bademaxx mehr als ausgeglichen worden. „Grundlegende Veränderungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft stellen auch die Personalarbeit unseres Unternehmens vor große Herausforderungen. Diesen begegnen wir unter anderem in Form von permanent überdurchschnittlichen Ausbildungsquoten sowie der Beteiligung an zahlreichen Veranstaltungen zum Thema Berufsausbildung", so Bühring. Damit reagiere man auf den prognostizierten demografisch bedingten Fachkräftemangel und sichere heute schon die Markfähigkeit von morgen.

Neben dem Jahresabschluss 2007 beschloss der Stadtwerke-Aufsichtsrat die Weiterführung der Ferienaktionen der Jugendförderung im Kombibad bademaxx. Der „Ferienspaß mit Ferienpass" soll in den Sommerferien wie früher im alten Freibad durchgeführt werden. Auch alle anderen jungen Badbesucher können das Angebot nutzen. „Gerade während der Sommerferien stellen diese Ferienaktionen eine deutliche Aufwertung des Freizeitangebotes dar", betont Bühring. Beim Ferienprogramm Walderholung der Jugendförderung stehe der regelmäßige Besuch des bademaxx ebenso auf dem Plan.

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