Geschäftsjahr 2008 positiv abgeschlossen

(vom 20.07.2009)
Risikovorsorge für Regulierung belastet Ergebnis

Die Geschäftsführung der Stadtwerke Speyer GmbH legte dem Aufsichtsrat in der Sitzung am 18. Juni 2009 unter Vorsitz von Oberbürgermeister Werner Schineller den Jahresabschluss und den Lagebericht für das Jahr 2008 vor.

Der Aufsichtsichtsrat empfahl dem Stadtrat aus dem Bilanzgewinn 2008 in Höhe von 2,2 Mio. Euro einen Betrag von 1,0 Mio. Euro an die Stadt Speyer als alleinige Gesellschafterin auszuschütten und den verbleibenden Betrag von 1,2 Mio. Euro (Vorjahr 1,8 Mio. Euro) in die Gewinnrücklage des Unternehmens einzustellen. „Die steigende Belastung aus der Liberalisierung des Energiemarktes und das Überspringen der Finanzkrise auf die reale Wirtschaft konnte nur durch konsequente Rationalisierungsanstrengungen abgemildert werden", erläutert Werner Schineller, Aufsichtsratsvorsitzender der SWS. Außerdem hätten erstmals ganzjährig die Betriebsverluste des Sport- und Erlebnisbades bademaxx verkraftet werden müssen. Die 1,2 Mio. Euro sollen zur Stärkung der Eigenmittel den Rücklagen zugeführt werden.

Die SWS investierten 2008 6,6 Mio. Euro (Vorjahr 3,6 Mio. Euro). Schwerpunkte der Investitionstätigkeit waren neben der Erweiterung von Verteilungsanlagen die Übernahme der Nahwärmenetze und -anlagen in Speyer und der Ausbau der Photovoltaik. Zur Sicherung der Wasserversorgung wurde der Tiefbrunnen 5 im Wasserwerk Nord fertig gestellt.

Die Stadtwerke Speyer erzielten im Jahr 2008 in den Sparten Strom, Erdgas, Wasser und Fernwärme insgesamt Umsatzerlöse von 64,4 Mio. Euro (Vorjahr 61,5 Mio. Euro). „Die Umsatzerlöse aus den Hauptgeschäftsfeldern sind nach Abzug der durchlaufenden Strom- und Erdgassteuern vor allem durch die höhere Gasabgabe und die teilweise Weitergabe der gestiegenen Gasbezugspreise zum 1. April 2008 höher als im Vorjahr", kommentiert SWS-Geschäftsführer Wolfgang Bühring das Ergebnis. Auch der unterjährige Anstieg der Strombeschaffungskosten habe sich nur teilweise in der Preiserhöhung 2008 niedergeschlagen. „Die Rohergebnisse in unserem Kerngeschäft, der Energieversorgung, sind zurückgegangen; dagegen konnte der Bereich energienaher Dienstleistungen weiter aufgebaut werden", erläutert Bühring.

Im Wasserbereich sind die Umsatzerlöse bei seit 1998 konstanten Preisen mengenbedingt mit 5,2 Mio. Euro leicht höher. Bei der Fernwärmeversorgung haben sich die kältere Witterung, die höheren Energiepreise und der erstmalige Betrieb der erworbenen Nahwärmenetze umsatzsteigernd ausgewirkt.

Trotz wirtschaftlicher Betriebsführung des bademaxx wird der Betriebsverlust des Bades die Ertragssituation der SWS weiterhin erheblich belasten.

Die Konzessionsabgabe an die Stadt Speyer wurde mit 2,4 Mio. Euro voll erwirtschaftet.

Jahresdurchschnittlich beschäftigten die Stadtwerke Speyer insgesamt 219 Mitarbeiter/innen (Vorjahr 221 Mitarbeiter). Der Personalbestand der SWS schließt das Personal der Verkehrsbetriebe und der Entsorgungsbetriebe (Angestellte) mit ein. Die Anzahl der Beschäftigten in den technischen und kaufmännischen Bereichen ist damit weiterhin moderat rückläufig. Mit einer hohen Ausbildungsquote von 22 Azubis zum 31.12.2008 untermauern die SWS ihre unternehmerische Verantwortung für die Region.

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