SWS investieren in Freiflächen-Solaranlage

(vom 18.03.2010)

Anpassung der Basis-Strompreise zum 1. Mai 2010 - konstante Preise für Sonderverträge Privat/Profi

Die Stadtwerke Speyer investieren in eine Freiflächen-Photovoltaikanlage in Bruchmühlbach-Miesau. Diesen Beschluss fasste der SWS-Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 16. März 2010. „Wir beabsichtigen, die Stromerzeugung dieser Anlage in unser Gesamtprojekt "Umsetzung der Klima- und Energieleitlinie der Stadt Speyer" einzubringen", erläutert Werner Schineller, Aufsichtsratsvorsitzender der SWS. Auch wäre es höchste Zeit ein solches Projekt in der Region voranzubringen, da die Einspeisevergütung lt. Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) Mitte 2010 drastisch sinken soll, so der OB. Durch das EEG fördert die Bundesregierung die Investition in regenerative Erzeugungsanlagen.

"Der bislang zum großen Teil fossil erzeugte Strom, soll durch eigene Produktion Schritt für Schritt regenerativ ersetzt werden", betont Stadtwerke-Geschäftsführer Wolfgang Bühring. Die aufgeständerte Freiflächenanlage umfasst eine Modulfläche von 3.950 Quadratmetern und erzeugt mit einer Leistung von 500 kW über die gesamte Laufzeit durchschnittlich 470.000 Kilowattstunden Strom im Jahr. Das entspricht dem Verbrauch von 157 Einfamilienhäusern und damit einer CO2-Einsparung von 215.000 Kilogramm pro Jahr. Die Investitionssumme beträgt 1,3 Mio. Euro. Neben umweltpolitischen Aspekten nennt Bühring wirtschaftliche Gründe als klares Ziel für das Engagement bei der Freiflächenanlage. „In der Erzeugung regenerativer Energien lässt sich Geld verdienen; die Eigenkapitalrendite von 10 Prozent ist beachtlich", sagt Bühring.

Stadtwerke-Kunden mit Basispreis Grundversorgung müssen vom 1. Mai 2010 an höhere Preise für Strom zahlen, beschloss der SWS-Aufsichtsrat weiter. „Seit 1. Januar 2009 halten wir unsere Konditionen konstant; erhöhte gesetzliche Abgaben aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz zwingen uns jetzt zur Anpassung unserer Basispreise (Grundversorgung)", betont Bühring. Für die Sonderverträge Privat und Profi, die mehr als 50 Prozent der Kunden abgeschlossen hätten, blieben die Konditionen unverändert, ergänzt Schineller.

Die Allgemeinen Preise der Grundversorgung steigen um brutto 1,31 Cent/Kilowattstunde (6,3 Prozent). Bei einem Jahresverbrauch von beispielhaften 3.000 Kilowattstunden (Einfamilienhaus) entspricht das monatlichen Mehrkosten von 3,27 Euro. Alle betroffenen Kunden werden bis Ende der Woche schriftlich informiert. „Interessenten haben die Möglichkeit, in einen günstigeren Sondervertrag zu wechseln", sagt Bühring. Besonders weisen die SWS auf ihr neues Naturstrom-Produkt hin. Die Strommenge, die Kunden benötigen, wird zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt. Das garantiert der TÜV-Süd. „Mit unserem neuen Naturstrom-Angebot schonen Abnehmer nicht nur die Umwelt, sondern sichern sich bis 31.12.2011 auch einen günstigen Festpreis", so Bühring. Weitere Infos unter Telefon 06232/625-1110.

Ebenso stimmte der SWS-Aufsichtsrat der Verlängerung des „Vertrages über die Durchführung des Fährdienstes" zu. Das bisher tätige Schifffahrtsunternehmen Ernst Hessenauer soll bis 2015 damit beauftragt werden. Die 1995 „wiederbelebte" historische Fährverbindung zwischen Rheinhausen und Speyer wird seit dem Jahr 2000 durch das Schifffahrtsunternehmen aus Rheinhausen betrieben. Die Preise bleiben auch für diese Saison unverändert. Die Fähre Neptun ist wieder ab 26. März 2010 unterwegs und verkehrt freitags, samstags und sonntags sowie an gesetzlichen Feiertagen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Befördert werden Personen und Fahrräder.

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