Treue-Bonus für Erdgas-Kunden

(vom 08.10.2010)

SWS investieren 2011 weiter in Klimaschutz

Der Aufsichtrat der Stadtwerke Speyer beschloss in seiner Sitzung am 7. Oktober, einen Treue-Bonus für alle Erdgas-Kunden mit Sondervertrag auszuschütten. Ab 1. Januar 2011 wird der Erdgaspreis pro Kilowattstunde um netto 0,23 Cent/brutto 0,27 Cent abgesenkt. Heizgas-Kunden sparen dadurch etwa 67,50 Euro (brutto) im Jahr (Berechnungsbeispiel: Einfamilienreihenhaus mit Jahresverbrauch von 25.000 kWh, Leistung 13 kW).

„Während ganz aktuell über 100 Versorger Preiserhöhungen angekündigt bzw. schon durchgeführt haben, sinken die Erdgaspreise in Speyer weiter", betont Werner Schineller, Aufsichtsratsvorsitzender der SWS. Die Konditionen für Erdgas waren zuletzt zum 1. Dezember 2009 reduziert worden. Im regionalen und überregionalen Preisvergleich gehören die Preise der SWS damit zu den günstigen. Zwei Gründe nennt Stadtwerke-Geschäftsführer Wolfgang Bühring für die Treue-Bonus-Zahlung: „Zum einen konnten wir gute Einkaufskonditionen realisieren, die wir an unsere Kunden weitergeben. Zum anderen wollen wir unsere Kunden zum 150. Jahrestag der Gasversorgung in Speyer mit einem Treue-Bonus beschenken".

Weiter beschloss der Aufsichtsrat eine Gesamtinvestitionssumme von 11,6 Mio. Euro (Vorjahr 12,5 Mio. Euro) für das Jahr 2011. "Für Windenergieanlagen stehen mit 7,0 Mio. Euro die höchsten Investitionen an" informiert Bühring. Da der Rheingraben nicht zu den bevorzugten Windgebieten gehöre, Windkraft allerdings die derzeit effizienteste Form der erneuerbaren Energien sei, müssten die SWS an anderen Standorten investieren. Die Mehrzahl der Windräder sei im norddeutschen Küstengebiet zu finden. Dort ermöglichten hohe durchschnittliche Windgeschwindigkeiten einen optimalen Ausnutzungsgrad der Anlagen. Inzwischen seien aber auch im Binnenland viele Windparks mit beachtlichen Leistungen entstanden. Die SWS haben bereits in zwei Windkraftanlagen in Kirf, im Landkreis Trier-Saarburg, investiert. Näher geprüft werden derzeit die Möglichkeiten von Beteiligungen im Binnenland und auf See. „Der Planansatz steht unter Vorbehalt der Zustimmung des Aufsichtsrates zu noch zu konkretisierenden Projekten", erläutert Schineller.

„Bei unserem Engagement für Windenergie halten sich umweltpolitische Aspekte und wirtschaftliche Gründe die Waage", erklärt Bühring. Der konzeptionell neu zu gestaltende Bereich Erzeugung biete dabei besondere Chancen für die SWS und ihre Kunden. „Wir sind besonders stolz, dass wir mit der vollen Unterstützung von Aufsichtsrat und Stadtrat den bislang fossil erzeugten Strom durch eigene Produktion - wie Fotovoltaik und jetzt auch Windkraft - Schritt für Schritt ersetzen können", so der Stadtwerke-Chef.

Vor Ort investieren die SWS auch 2011 in den Ausbau der Solarenergie. Das Solardachkonzept „Dach vermieten, Stromkosten sparen" wird weiter fortgeführt. 1,1 Mio. Euro stehen dafür zur Verfügung. Mit der geplanten Einspeiseleistung der Anlagen von 340 kW können ca. 306.000 Kilowattstunden Sonnenstrom erzeugt werden, was dem Strombedarf von rund 90 Einfamilienhäusern entspricht. Gemeinsam mit der Tochtergesellschaft TDG Technik und Dienstleistungs-GmbH haben die Stadtwerke Speyer bisher in mehr als 40 Prozent der Solarstromflächen in Speyer investiert.

Ca. 1,5 Mio. Euro setzen die SWS 2011 in den Sparten Strom, Erdgas und Wasser für die Erweiterung und Erneuerung ihrer Netze, Stationen und Hausanschlüsse ein. „Auch wenn die Regulierung einen immer stärkeren Druck auf die Netzentgelte ausübt, hat für uns die Sicherheit unserer Netze und Anlagen oberste Priorität", betont Bühring.

1,2 Mio. Euro fließen in den Bereich Fern- und Nahwärmeversorgung. Neben dem weiteren Ausbau der Fernwärme sollen in einem Großprojekt für Privat- und Geschäftskunden Standard-Produkte zur Errichtung von Contracting-Anlagen entwickelt werden. „Dabei investieren die SWS in die Heizungsanlage eines Kunden und rechnen den Verbrauch über einen Wärmepreis ab", sagt Bühring. Neben einem deutlich effektiveren Primärenergieeinsatz wollen die SWS dabei höheren Komfort, Qualität und Sicherheit der Versorgung erreichen. Für das Projekt sind 260 TEuro veranschlagt. Am Abfallwirtschaftshof werden 360 TEuro in die Grünabfallaufbereitung - Halle und Flächen - investiert. Durch die Trennung und Aufbereitung von Holz und kompostierbaren Stoffen, kann eine hohe Wiederverwertungsquote erzielt werden. Das angelieferte Holz kommt als Holzhackschnitzel in der Heizstation des Normand-Wohngebietes zum Einsatz und dient der dortigen Wärmeversorgung.

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