Ein Abend im Zeichen nachhaltiger Mobilität

(vom 27.04.2012)

Energie intelligent nutzen, CO2 vermeiden und langfristig auf 100 Prozent erneuerbare Energien setzen, - das ist das erklärte Ziel von Stadt und Stadtwerken Speyer. „Wir engagieren uns seit mehr als zehn Jahren auf kommunaler und regionaler Ebene mit umweltfreundlichen Vorhaben", so Wolfgang Bühring, Geschäftsführer der Stadtwerke Speyer.

Er dankte den ortsansässigen Autohäusern, die, zusätzlich zu den Pedelecs und e-Rollern der Stadtwerke, Erdgas- und e-Autos zur Verfügung gestellt hatten, damit die Besucher diese auch einmal „erfahren" konnten. Wolfgang Bühring erläuterte den 70 Bürgerinnen und Bürgern, die zum Thema „Mobilität der Zukunft" in die Kantine der SWS in der Industriestraße gekommen waren, die kommenden Aufgaben der Energieversorgung. Hierbei betonte er, angesichts der zunehmenden Einspeisung von Energie aus erneuerbaren Quellen, die Wichtigkeit des Netzausbaus.

Er wies darauf hin, neben Energiesparen besonders auf Energieeffizienz zu setzen. Außerdem gelte es, neue Wege der Energiespeicherung zu entwickeln. Und gerade hier sah er das Bindeglied zur Elektromobilität. Sie stellt, - vor dem Hintergrund der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien -, den Verzicht auf fossile Energieträger dar. Denn zahlreiche Elektrofahrzeuge, die tagsüber beispielsweise in Parkhäusern zur Ladung stehen, könnten kurzzeitig als Energiespeicher genutzt werden, wenn beispielsweise viel Energie aus Windkraft erzeugt werde.

Flankierend sei Mobilität auf Erdgas-Basis eine sinnvolle Alternative zu Benzin- und Dieselfahrzeugen. Erdgasmobilität zeichne sich dadurch aus, dass einerseits eine eingeführte Technik genutzt werde, andererseits wenige Schadstoffe ausgestoßen würden. Zudem gebe es in Deutschland ein ausreichend eng gewebtes Netz an Erdgas-Tankstellen. Vor Ort in Speyer betreiben beispielsweise die Stadtwerke Speyer eine eigene Erdgastankstelle.

Manuel Woste, Projektentwickler Energieeffizienz und Leiter Elektromobilität bei der in Aachen ansässigen Trianel GmbH, erläuterte Fakten und klärte über Halbwahrheiten auf. „Es ist kurzsichtig, nur auf die Reichweite bei alternativen Mobilitätsantrieben zu schauen", so Woste, „die meisten am Tag zurückgelegten Entfernungen sind weit kürzer als 40 Kilometer. Entsprechend ist ein Elektroauto angesichts von Reichweiten von bis zu 200 Kilometern eine Alternative zum herkömmlichen PKW. Mittlerweile gebe es auch für Elektromobile zahlreiche Ladesäulen.

Zahlreiche Stadtwerke haben sich bereits - mit Unterstützung des Trianel Netzwerks e-Mobilität - öffentlichkeitswirksam im Bereich e-Mobilität engagiert. „Gerade Stadtwerke sind hier sehr aktiv. Sie informieren, wie man an einer Veranstaltung wie dieser sieht, Interessierte in den Kommunen und setzen hier auf ihre Stärke, ihre besondere Nähe zu ihren Kunden." Durch dieses Engagement machten sie sich zu Vorreitern der e-Mobilität und unterstützen Städte und Gemeinden in ihren Aktivitäten zur Verbesserung der Lebensqualität in der Region. Elektromobilität erfahrbar machen, wie an diesem Abend auch in Speyer mit Pedelecs, e-Rollern sowie e-Autos, „trägt dazu bei, einseitige Vorurteile - sowohl übertrieben positiv als auch negativ - zu beseitigen. Denn hierdurch sei die aktuelle Medienlandschaft geprägt und werde Verunsicherung erzeugt", so Woste weiter.

Gerhard Hofbauer, von der Initiative Erdgas Mobil fokussierte in seinem Vortrag, neben den ökologischen Vorteilen vor allem die deutlichen Kostenvorteile der Erdgasmobilität. Erdgas- und Elektromobilität seien ideale Partner, wenn es um die Langstrecken- und Kurzstreckenmobilität gehe. Er sieht, getrieben durch die bevorstehende Schadstoffnorm EURO VI, die im Herbst Jahre 2014 greift, die Automobilhersteller in der Pflicht, alternative, effiziente und emissionsarme Antriebstechnologien zu entwickeln. „Erdgasmobilität ist schon heute Stand der Technik. Es fehlt jedoch noch an der Modellvielfalt", so Hofbauer. Von großer Bedeutung sei das Thema Erdgas vor allem auch bei den emissionsintensiven Nutzfahrzeugen, wie z.B. Bussen und LKW. Sie werden wegen ihres Gewichts und der Nutzlast auf absehbare Zeit wahrscheinlich nicht elektrifiziert.

Energietreff-Veranstalter Wolfgang Bühring war begeistert von der Veranstaltung: „Die große Resonanz auf das Thema hat gezeigt, dass das Interesse an nachhaltiger Mobilität in Speyer groß ist. Die Menschen sind sich der Tatsache bewusst, dass umweltfreundliche Mobilität ein entscheidendes Element der Lebensqualität in Speyer ist. Die verantwortungsvolle Nutzung von Energie ist wichtiger Bestandteil der Energiewende - Stadtwerke sind ein kompetenter lokaler Partner in allen Fragen rund um dieses Thema."

Das Interesse an den SWS-Elektro-Mia war groß
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Manuel Woste, Trianel GmbH und SWS-Geschäftsführer Wolfgang Bühring rollern mit Strom
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Die E-Technik des Opel-Ampera begeistert
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