Ökostrom-Umlage lässt Strompreis steigen

(vom 26.10.2012)

Kompensation durch Energiesparen und Einsatz energieeffizienter Geräte

Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Speyer GmbH beschloss in seiner Sitzung am 25. Oktober 2012 die Anpassung der Strompreise zum 1. Januar 2013. „Der eigentliche Strompreis, den Verbraucher für die Energie und die Netznutzung zahlen, ist seit Jahren nahezu konstant", betont Hansjörg Eger, Aufsichtsratsvorsitzender der SWS. Preistreiber seien Steuern und Abgaben, durch deren Erhebung der Gesetzgeber den Einsatz regenerativer Energien fördere, so Eger.

Dabei macht die Erhöhung der sogenannten „Ökostrom-Umlage" (EEG, KWK, Offshore-Umlage) den Löwenanteil aus. Zudem steigt die Umlage nach § 19 Absatz 2 der Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV). Insgesamt beträgt die Erhöhung der genannten Steuern und Abgaben brutto 2,662 Cent je Kilowattstunde. Für einen Vier-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden bedeutet das Brutto-Mehrkosten von 7,76 Euro im Monat.

„Die Energiewende ist nur gemeinsam zu schaffen", sagt SWS-Geschäftsführer Wolfgang Bühring. Die Investition in erneuerbare Energien koste einfach Geld. „Wir haben unsere Strompreise zuletzt vor ca. zwei Jahren erhöht und kleinere Anpassungen immer kompensiert". Den gewaltigen Aufschlag könne aber kein Energieversorger schlucken. Bundesweit würden die Mehrkosten an die Verbraucher weitergegeben, nicht nur in Speyer. „Ich bin überzeugt, dass sich die Erhöhung durch gezieltes Energiesparen in Kombination mit Investitionen in energieeffiziente Technik ausgleichen lässt" appelliert Bühring weiter an das Nutzerverhalten der Kunden. Die Stadtwerke unterstützten mit qualifizierter Energieberatung vor Ort und virtuell im Internet sowie mit konkreten Angeboten zum Energiesparen wie z. B. dem Austauschprogramm für Heizungspumpen. Zudem regt der Stadtwerke-Chef an, die Vertragswahl zu überprüfen. „Unsere Mitarbeiter unterstützen gern dabei, den bestmöglichen Vertrag zu finden". Auch nach der Anpassung gehörten die SWS zu den günstigsten Versorgern in der Region, unterstreicht Bühring.

Weiter beschloss der Aufsichtsrat einige Nachträge zum Investitionsplan 2012.

Die SWS erwerben das Gasnetz der Gemeinde Harthausen für einen sechsstelligen Euro-Betrag. Bereits zum 7. Mai 2012 war der Konzessionsvertrag unterzeichnet worden. Die Übernahme findet zum 1. Januar 2013 statt. Zum Netz zählen 16,3 Kilometer Hauptleitung und 8,2 Kilometer Hausanschlussleitungen. „Mit der Übernahme werden die ca. 700 Gasnetzkunden in Harthausen nicht automatisch unsere Gaskunden", erläutert Bühring den komplexen Sachverhalt. Die Netzkunden seien weiter frei in der Wahl ihres Energieversorgers. Es läge an jedem Einzelnen, für welchen Lieferanten er sich entscheide. Bereits vor der Netzübernahme konnten die SWS in Harthausen Neukunden gewinnen. Als Netzbetreiber sind sie zuständig für den Transport der Energie, Planung, Bau, Instandhaltung und Betrieb des Gasnetzes sowie für den Bereitschaftsdienst.

Bereits in seiner Sitzung am 14. Juni 2012 hatte der SWS-Aufsichtsrat den Neubau eines Bürogebäudes in der Georg-Peter-Süß-Straße mit einer Nutzfläche von 797 m² beschlossen. Dort werden die KABS, die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage e. V, und ihre 100-prozentige Tochter Icybac GmbH ebenfalls Flächen anmieten. Jetzt stimmte der Aufsichtsrat dem Erwerb der Grundstücksteilfläche „Georg-Peter-Süß-Straße" in Höhe von 160.000 Euro zu. Durch die Entwidmung wird diese aus dem öffentlichen Straßenverkehr in das Eigentum der SWS übernommen.

Noch 2012 werden die Stadtwerke ihren Fuhrpark um ein weiteres Elektro-Nutzfahrzeug erweitern: Investitionssumme 23.000 Euro. Aufgrund von Umwelt- und Kostenvorteilen wird der Fuhrpark der SWS auch in den nächsten Jahren kontinuierlich auf Erdgas- und E-Fahrzeuge umgestellt. Diverse E-Fahrzeuge würden bei den SWS aktuell auf Fahrstabilität, Sicherheit, Reichweite und Komfort getestet.

zurück