SWS setzen Klimaleitlinie weiter um

(vom 25.05.2011)

Aufsichtsrat stimmt Investitionen in Windenergie und Elektrofahrzeuge zu - aus SWS-Kundenbüro wird Servicecenter

Die Stadtwerke Speyer setzen weiter auf Windenergie. Diesen Beschluss fasste der SWS-Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 19. Mai 2011. „Wir sind besonders stolz, dass wir den bislang fossil erzeugten Strom durch eigene Produktion - wie Fotovoltaik und jetzt verstärkt Windkraft - Schritt für Schritt ersetzen können", erläutert Hansjörg Eger, Aufsichtsratsvorsitzender der SWS die Investitionsvorhaben des örtlichen Energieversorgers.

Die SWS haben in Kirf, im Landkreis Trier-Saarburg, bereits zwei Windenergieanlagen ge-kauft. Ende des Jahres sollen an diesem Standort zwei neue Windräder (Gesamtkosten von 5,75 Mio. Euro) errichtet werden. Auf einem Erdrücken in 350 Meter Höhe produzieren bald vier Windenergieanlagen CO2-freien Strom für Speyer. Mit einer Leistung von insgesamt 13.400 Megawattstunden Strom können dann 3.830 Einfamilienhäuser beliefert werden. Die CO2-Einsparung liegt bei knapp 10.000 Tonnen pro Jahr. „Bei unserem Engagement für Windenergie halten sich umweltpolitische Aspekte und wirtschaftliche Gründe die Waage", betont Bühring. Der bei den SWS neu gegründete Bereich Energiedienstleistungen gehe dieses Thema gezielt an und eröffne damit besondere Chancen - und das sowohl für Kunden als auch für die Stadtwerke.

Weiter stimmte der SWS-Aufsichtsrat dem Kauf von vier Elektrofahrzeugen zu, die ältere Fahrzeuge im Stadtwerke-Fuhrpark ersetzen sollen. Die Stadtwerke setzen damit ihr Engagement in Sachen Elektromobilität weiter fort. Auch der Speyerer Stadtrat betonte die Brisanz des Themas durch die Aufnahme eines elften Punktes „Elektromobilität" in die Energie- und Klimaleitlinie der Domstadt. Bereits im Juni 2010 hatten die SWS eine Elektrotankstelle (Ladesäule) auf dem Festplatz errichtet. „Aus aktueller Sicht sind Elektrofahrzeuge der er-folgversprechendste Weg, Kohlendioxid und die lokale Luftverschmutzung in Städten zu reduzieren", sagt Bühring. „Sie fahren leise, emissionsfrei und zügig". Drei PKW und ein Kastenwagen des Fahrzeugherstellers mia wollen die SWS in einem Langzeittest auf Alltagstauglichkeit prüfen. Dabei soll ein PKW für interessierte Unternehmen eingesetzt und eventuell weiterverkauft werden. Die Elektroautos der SWS gehören dann zu den ersten völlig neu entwickelten und rein elektrisch betriebenen Serienmodellen, die in nächster Zeit auf den Markt kommen werden. Der Vertrieb von mia richtet sich zunächst an öffentliche und private Flottenbetreiber. Der Einzelverkauf an Privatkunden beginnt 2012.

Um ihr Angebot weiter zu optimieren, planen die Stadtwerke, ihr Kundenzentrum in der Industriestraße zu einem modernen Servicecenter umzubauen. Der Aufsichtsrat erteilte dazu seine Zustimmung. „Durch die Neugestaltung wollen wir unseren zentralen Wettbewerbsvorteil - die Nähe zu unseren Kunden hier in Speyer - weiter stärken", so Bühring. Ein neues, offenes Raumkonzept soll die Basis für Gespräche in freundlicher, entspannter und diskreter Atmosphäre werden. Kürzere Wartezeiten und eine Ausweitung der qualifizierten Beratung haben die Stadtwerke weiter im Focus. Die Kosten für die Umbaumaßnahmen belaufen sich auf 245 TEuro.

Ferner stimmte der Aufsichtsrat zu, den Investitionsplanansatz für den Ausbau des Fernwärmenetzes um 320 TEuro zu erhöhen. Durch Kundengewinnung über gezielte Akquiseaktionen sind im laufenden Jahr in den Bereichen St.-Guido-Stiftsplatz, St.-Guido-Straße und Paulstraße Erweiterungen geplant.

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