Speyer geht weiter dem Wind entgegen

(vom 19.09.2012)

Spatenstich

Aktiv in Sachen Windenergie (von links): Martin Lutz, Bürgermeister der Gemeinde Merzkirchen; Wolfgang Bühring, Geschäftsführer der Stadtwerke Speyer GmbH; Lutz Gubernator, Geschäftsführer der WEAG AG; Hansjörg Eger, OB der Stadt Speyer; Leo Lauer, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Saarburg; Josef Krug, Bürgermeister der Gemeinde Kirf; Karl-Heinz Gubernator, Geschäftsführer der WEAG AG

Stadt und Stadtwerke Speyer führen ihr Ziel „Stromversorgung bis 2030 -
100 Prozent regenerativ" konsequent fort und investieren im Landkreis Trier-Saarburg in zwei neue Windräder.
 

Am Montag, 17. September 2012, vollzogen Oberbürgermeister Hansjörg Eger, Vertreter des SWS-Aufsichtsrates und der Stadtwerke Speyer gemeinsam mit politischen Verantwortlichen der Verbandsgemeinde Saarburg und dem Partnerunternehmen WEAG AG den Spatenstich für ein neues SWS-Windrad im Windpark Kirf.

„Gern hätten wir höher gebaut", betont SWS-Geschäftsführer Wolfgang Bühring. Allerdings sei an dem vorletzten Standort im Windpark Kirf aufgrund von Windgutachten nur eine Nabenhöhe von 73 Metern genehmigt worden. Beraten werden die SWS bei ihren Windkraft-Aktivitäten von den beiden Geschäftsführern der WEAG AG, Lutz und Karl-Heinz Gubernator, Fachleuten in Sachen Planung und Realisierung von Windenergieprojekten von der „grünen Wiese" bis zur fertiggestellten Anlage. „Gemeinsam sind wir kontinuierlich auf der Suche nach geeigneten Flächen, doch sind diese leider rar gesät", so Bühring.

Ein weiteres SWS-Windrad und gleichzeitig das letztmögliche im Windpark Kirf soll 2013 errichtet werden. Die Baugenehmigung wurde für eine Nabenhöhe von 85 Metern bereits erteilt. Aufgrund einer Fortschreibung des Flächennutzungsplanes habe man jedoch die Hoffnung, mit einer Nabenhöhe von 138 Metern bauen zu dürfen, so Bühring.

Insgesamt werden dann vier der 14 Anlagen im Windpark Kirf den SWS gehören. Die Kosten für die beiden neuen Anlagen belaufen sich auf 5,5 Mio. Euro. Bereits 2010 investierten die SWS in zwei Windräder. Die Stadtwerke-Anlagen sollen jährlich rund 13 Mio. Kilowattstunden Strom produzieren und dabei über 7.000 Tonnen Kohlendioxid vermeiden. Somit können etwa 3.430 Haushalte mit Strom aus Windkraft versorgt werden.

„Wir freuen uns, den Anteil an eigenproduzierter Energie mit den beiden Windrädern weiter erhöhen zu können", erläutert Oberbürgermeister Hansjörg Eger. Damit wäre man dem ambitionierten Ziel „Speyer - 100 Prozent regenerativ" - wieder ein gutes Stück nähergekommen. Daneben wolle man im Strombereich auch die Regenerativstrompotenziale in Speyer erschließen. „Da Windkraft nach wie vor die effizienteste Form der erneuerbaren Energien ist, sehen wir es aus wirtschaftlichen und umweltpolitischen Gründen als absolut sinnvoll an, auch außerhalb zu investieren", so Eger.

Hintergrund: Die Stadt Speyer hat aufgrund des Klimawandels und steigender Energiepreise eine Klimaschutz- und Energieleitlinie entwickelt, in der durch konkrete, aufeinander abgestimmte Bausteine Ziele definiert werden, die für die Verbesserung der Lebensqualität in der Domstadt maßgeblich sind. Baustein Nummer 7 beinhaltet die Suche nach Windkraftstandorten, um durch Investitionen in entsprechende Anlagen den Anteil des regenerativ erzeugten Stroms in der Verbrauchsbilanz der Stadt Speyer zu erhöhen.

Zahlen und Fakten


Angabe zu SWS-Windrad 3

Fertigstellung  November 2012 
Herstellertyp  Enercon, E 53 
Nabenhöhe  73 Meter 
Rotordurchmesser  53 Meter 
Installierte Leistung  800 kW 
Jahresenergieertrag  1,4 Mio. kWh
(entspricht dem Stromverbrauch von 400 Einfamilienhäusern) 
CO2-Einsparung  784 Tonnen/Jahr 

Angaben zu SWS-Windrad 4

Baubeginn  2013  
Herstellertyp  Enercon E 82 
Nabenhöhe  138 Meter 
Rotordurchmesser  82 Meter 
Installierte Leistung  2.300 kW 
Jahresenergieertrag  5,4 Mio. kWh
(entspricht dem Stromverbrauch von 1.543 Einfamilienhäusern) 
CO2-Einsparung  3.024 Tonnen/Jahr 

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