2014: Stadtwerke investieren 12,3 Mio. Euro

(vom 24.10.2013)

Anpassung der Strompreise zum 1. Januar 2014

Windpark

Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Speyer beschloss in seiner Sitzung am 24. Oktober 2013 eine Gesamtinvestitionssumme von 12,3 Mio. Euro (Vorjahr 13,4 Mio. Euro) für das Jahr 2014. „Mit 4,3 Mio. Euro stehen für Windkraftanlagen die höchsten Investitionen auf dem Plan", informiert Hansjörg Eger, Aufsichtsratsvorsitzender der SWS. „Die Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien wird vor allem durch den Ausbau der Windenergie getragen", erläutert SWS-Geschäftsführer Wolfgang Bühring das Engagement der SWS in diesem Bereich. Ihre technische Weiterentwicklung in den vergangenen Jahren habe die Windkraft an Land zur wirtschaftlichsten regenerativen Energiequelle werden lassen. Die SWS engagieren sich an Standorten in Rheinland-Pfalz und haben bereits in drei Windkraftanlagen in Kirf, Landkreis Trier-Saarburg, investiert. Mit der Errichtung einer vierten Anlage an diesem Standort wurde begonnen. Die Inbetriebnahme soll im ersten Halbjahr 2014 erfolgen.

Ca. 2,2 Mio. Euro setzen die SWS 2014 in den Sparten Strom, Erdgas und Wasser für die Erweiterung und Erneuerung ihrer Netze, Stationen und Hausanschlüsse ein.

4,1 Mio. Euro fließen in den Bereich Fern- und Nahwärmeversorgung. Neben der Erweiterung des Fernwärmenetzes, -anlagen und Hausanschlüssen (2,1 Mio. Euro) sollen zahlreiche innovative Wärmeprojekte (1,6 Mio. Euro) weitergeführt bzw. in Angriff genommen werden. Dabei bieten die SWS individuelle Lösungen für Großkunden und Standard-Produkte für den Bau und Betrieb von mittleren und kleinen Wärmeversorgungsanlagen für Gewerbe- und Privatpersonen an. „Das Wärmekonzept für das gesamte Erlus-Gelände soll auf Fernwärme basieren", sagt Bühring. „Wir sind in Gesprächen mit den Investoren".

Am Abfallwirtschaftshof werden 350.000 Euro in die Grünabfallaufbereitung - Halle und Flächen - investiert. Durch die Trennung des Holzes von krautigen Bestandteilen und dessen Aufbereitung kann eine hohe energetische Verwertungsquote erzielt werden. Das angelieferte Holz kommt als Holzhackschnitzel im Normand-Wohngebiet und bei weiteren geplanten Arealen zum Einsatz und dient der dortigen Wärmeversorgung.

419.000 Euro investieren die Stadtwerke 2014 im Sport- und Erlebnisbad bademaxx. Der größte Anteil dieser Summe fließt mit 280.000 Euro in die Befestigung und Erweiterung des bademaxx-Parkplatzes. Die Sanierungsarbeiten sollen während der revisionsbedingten Schließungszeiten des Bades nach den Osterferien durchgeführt werden.

Auch stimmte der SWS-Aufsichtsrat der Unterzeichnung des „Kooperationsvertrages Hatzenbühl" zwischen der Stadtwerke Speyer GmbH, der WEAG Future Energies AG, der Verbandsgemeinde Jockgrim und der Gemeinde Hatzenbühl zu. Dieser regelt Leistungen und Verpflichtungen der Vertragspartner bei der Errichtung des Windparks Hatzenbühl. „Die Änderungen des Flächennutzungsplans sind bereits eingeleitet und sollen voraussichtlich bis Januar 2014 abgeschlossen sein", informiert Bühring. In die Projektgesellschaft, die SW Windkraft Hatzenbühl GmbH Co. KG, geben die Stadtwerke ein anteiliges Kommanditkapital von 3,5 Mio. Euro ein. Fünf Windkraftanlagen sollen mit einer Leistung von 12 MW jährlich ca. 30 Mio. Kilowattstunden Strom in das öffentliche Netz einspeisen. Das entspricht in etwa dem jährlichen Strombedarf von 8.600 Einfamilienhäusern. 16.900 Tonnen Kohlendioxid im Jahr können so vermieden werden.

Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Speyer GmbH beschloss zudem die Anpassung der Strompreise zum 1. Januar 2014 um brutto 0,6 Cent je Kilowattstunde. Die Erhöhung von gesetzlichen Abgaben und Umlagen (Löwenanteil EEG:1,15 Cent je Kilowattstunde) sowie die Preiserhöhungen des vorgelagerten Netzbetreibers machen brutto 1,4 Cent je Kilowattstunde aus. Der für 2014 anzusetzende Wert der KWK-Umlage wird voraussichtlich am 25.10.2013 veröffentlicht.

„Durch die Optimierung der Strombeschaffungskosten gegenüber dem Vorjahr können wir einen erheblichen Anteil der Kostensteigerung kompensieren", sagt Bühring. „Daher geben wir weniger als die Hälfte der Preissteigerung weiter". Für einen Vier-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden bedeutet das Brutto-Mehrkosten von 1,75 Euro im Monat. „Auch nach der Anpassung bewegen sich die Stadtwerke auf einem niedrigen Preisniveau und gehören zu den günstigsten Versorgern in der Region", unterstreicht Bühring.

zurück