Gemeinsam für den kommunalen Klimaschutz

(vom 15.11.2013)

Stadtwerke-Energiebeirat tagte zum zweiten Mal

„Die Energiefrage ist eine ganz entscheidende für die Menschen in Speyer und in der Region", eröffnete Geschäftsführer Wolfgang Bühring die zweite Sitzung des Energiebeirats der Stadtwerke Speyer GmbH. Am 12. November 2013 informierte er die Mitglieder über die aktuell veröffentlichten Verhandlungsergebnisse der Arbeitsgruppe Energie der Koalitionsgruppe CDU/SPD. „Es ist wichtig, dass die Koalitionspartner in ihren Verhandlungen sehr konkrete Schritte für die Energiepolitik vereinbaren und dabei den Mut haben, die notwendigen Reformen anzugehen". Positiv bewertete er das Bekenntnis zu den Ausbauzielen der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) bis 2020 sowie die Aussagen zur Förderung von Energiespeichern: „Die Förderung von KWK-Anlagen und sonstigen Energiespeichern als Schlüssel für die Integration der erneuerbaren Energien ist wesentlich für das Gelingen der Energiewende". Ebenfalls begrüßte Bühring die Pläne, die Finanzierung der erneuerbaren Energien auf eine breitere Basis zu stellen, indem die Eigenerzeuger zu einer Mindestumlage herangezogen werden. Auf jeden Fall will die neue Regierung an den Klimazielen und dem weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien festhalten.

Markus Sohn und Sabrina Schaefer, Fachleute der SWS im Bereich Erneuerbare Energiedienstleistungen, informierten über Serviceangebote und aktuelle Energiekonzepte der Stadtwerke. „Kostentreiber Nummer eins sind fossile Brennstoffe, die im Fall der Heizung durch erneuerbare Wärme ersetzt werden können", sagte Sohn. Gegenüber einer neuen Öl- oder Erdgasheizung mit Brennwerttechnologie seien Wärmepumpen, Pelletheizungen und Solarwärmeanlagen zwar in der Anschaffung teurer, würden deshalb aber mit Fördermitteln bezuschusst. Über die gesamte Lebensdauer gerechnet seien die umweltfreundlichen Heizungen letztlich im Vorteil, denn sie hätten erfahrungsgemäß niedrigere verbrauchsgebundene Kosten. "Wer sich für die Zukunft gegen steigende Brennstoffkosten absichern will, sollte zusätzlich eine Solarthermieanlage installieren", empfahl Sohn. Alternativen zur Eigeninvestition in eine neue Heizungsanlage bieten die SWS durch ihren Wärme-Direktservice. „Finanzierung, Installation und Wartung der Heizungsanlage übernehmen damit die Stadtwerke und liefern Wärme ganz komfortabel zum Komplettpreis", so Sohn.

Oberbürgermeister Hansjörg Eger forderte die Mitglieder des Energiebeirats auf, Wünsche und Ideen an die SWS heranzutragen. „Die Energiewende beginnt vor Ort und kann auch in den Nachbargemeinden von den Stadtwerken und den Bürgern gemeinsam umgesetzt werden". Viele Umwelt-Angebote der SWS wie z. B. der EnergieSparCheck, der Wärme-Direkt-Service, Energietreffs oder das Mini-BHKW-Komplettpaket würden mittlerweile auch von Bürgern, Institutionen, Firmen und Gewerbebetrieben in den Nachbargemeinden genutzt.

„Wir sind stolz darauf, dass wir z. B. die Gemeinde Römerberg in den letzten beiden Jahren bei der Installation von drei Blockheizkraftwerken (BHKW) unterstützen konnten", sagte Sohn. In den Kindergärten Spatzennest, „An der K 25" und in der Grundschule in Heiligenstein erzeugen die Anlagen im Kraft-Wärme-Kopplungsprozess gleichzeitig Wärme und Strom. Durch die Kombination könne eine optimale Ausnutzung des eingesetzten Brennstoffes Erdgas von über 90 Prozent erreicht werden. Dadurch spare man erhebliche Mengen Kohlendioxid ein und leiste einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Bühring betonte das große Engagement der Gemeinde. Nur durch gemeinsame Aktivitäten könne man die Energiewende schaffen.

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