Naturstrom-Kunden investieren in Sonnenstrom

(vom 27.08.2013)

Solaranlageneinspeisung
Oberbürgermeister Hansjörg Eger, GEWO-Chef Alfred Böhmer und SWS-Geschäftsführer Wolfgang Bühring (v. l.) geben den Startschuss für den „Sonnenstrom“.

„Wir sind stolz, dass wir in Speyer jetzt eine Solarstromanlage haben, die ausschließlich durch Fördergelder von Naturstrom-Kunden der Stadtwerke finanziert wurde", eröffnete Oberbürgermeister Hansjörg Eger. Gemeinsam mit GEWO-Geschäftsführer Alfred Böhmer, Stadtwerke-Chef Wolfgang Bühring und zahlreichen geladenen Gästen nahm er die neue Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Quartiersmensa plus St. Hedwig am 26. August 2013 offiziell in Betrieb.

„Lange suchten wir nach einem geeigneten Gebäude für die Anlage und freuen uns, dass uns die GEWO diese soziale Einrichtung als Basis zur Verfügung gestellt hat", so Bühring. Zum Hintergrund: Mit wählbaren Aufpreisen auf ihren Naturstrompreis haben ökologisch orientierte SWS-Kunden in einen Fördertopf für den Bau von Solaranlagen in Speyer eingezahlt. Diese Gelder wurden gesammelt und können jetzt zu 100 Prozent für den Neubau regenerativer Energieerzeugungsanlagen in Speyer genutzt werden.

Die Investitionskosten für die erste Kundenanlage auf der Quartiersmensa St. Hedwig belaufen sich auf 38.000 Euro, die komplett aus den Fördermitteln beglichen werden konnten. Installation, Betrieb und Überwachung der Anlage übernehmen die Stadtwerke. Belegt wurde eine Fläche von ca. 170 Quadratmetern mit aufgeständerten Modulen. Die installierte Leistung beträgt 25,2 Kilowatt. „Wir rechnen mit einer Solarstromernte von etwa 24.000 Kilowattstunden pro Jahr, was dem Verbrauch von etwa sieben Einfamilienhäusern entspricht", sagt Bühring. Jährlich wird die Luft durch die Erzeugung von Sonnenstrom um etwa 11 Tonnen CO2 entlastet. Bei einer minimalen Lebensdauer der Anlage von 20 Jahren bedeutet das eine Einsparung von fast 220 Tonnen CO2.

Solaranlagen

„Die Einspeisevergütung, die die Stadtwerke als Investor aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) erhalten, - etwa 3.000 Euro jährlich - fließen in vollem Umfang wieder auf das Förderkonto und stehen somit für weitere regenerative Energieprojekte zur Verfügung", betont Bühring. Eine neue Anlage wolle man bald in Angriff nehmen. Die GEWO, Eigentümerin der Quartiersmensa, stellt den SWS das Dach der Einrichtung in der Heinrich-Heine-Str. 8 kostenlos zur Verfügung. „Wir verzichten auf die Dachmiete, die normalerweise für ein solches Projekt gezahlt wird, und geben den Betrag von 360 Euro ebenfalls in die Förderkasse", erläutert Böhmer. So werde diese schnell wieder gefüllt und weitere Projekte könnten in Angriff genommen werden. Derzeit sind noch 3.000 Euro auf dem Konto, die weiter angespart werden und dann in ein neues Projekt fließen. Die Höhe und Verwendung der Naturstromzuschläge werden jährlich durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer und den TÜV Süd kontrolliert.

Eine Schautafel am Eingang der Quartiersmensa zeigt die aktuelle Leistung der PV-Anlage sowie den Tages- und Gesamtertrag, der in das Stromnetz der Stadtwerke Speyer eingespeist wird.

Gemeinsam mit ihrer Tochtergesellschaft TDG Technik und Dienstleistungs-GmbH haben die Stadtwerke Speyer bisher in ca. 32 Prozent der Solarstromflächen in Speyer investiert und setzen die Energie- und Klimaleitlinie der Stadt Speyer somit konsequent fort. SWS- und TDG-Anlagen erzeugen rund 3 Mio. Kilowattstunden Sonnenstrom im Jahr, der zur Versorgung von 848 Einfamilienhäusern ausreicht.

Interessenten, die Naturstrom-Kunde und somit Sonnenstrom-Investor werden wollen, finden hier weitere Informationen. 

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