SWS: Geschäftsjahr 2012 positiv abgeschlossen

(vom 26.06.2013)

Treue-Bonus für Gas- und Fernwärmekunden - aktiv in Sachen Thermographie

Die Stadtwerke Speyer haben das Geschäftsjahr 2012 erfolgreich abgeschlossen. Der Bilanzgewinn von 5,8 Mio. Euro ist im Vergleich zum Vorjahr um etwa zwei Prozent gestiegen.

In der Aufsichtsratssitzung am 25. Juni 2013 würdigte Oberbürgermeister Hansjörg Eger das erfreuliche Ergebnis: „Wir sind stolz, dass die Stadtwerke trotz des steigenden Wettbewerbsdrucks und immer schwierigerer rechtlicher Rahmenbedingungen ein so gutes Ergebnis erzielen konnten". Darin seien der Verlust des Sport- und Erlebnisbades bademaxx (1,8 Mio. Euro) und der Gewinn der Verkehrsbetriebe Speyer GmbH (119.000 Euro) bereits eingerechnet.

Der Aufsichtsrat empfiehlt aus dem Bilanzgewinn von 5,8 Mio. Euro einen Betrag von 2,0 Mio. Euro an die Stadt Speyer als alleinige Gesellschafterin auszuschütten. Der verbleibende Betrag von 3,8 Mio. Euro (Vorjahr ebenfalls 3,8 Mio. Euro) wird in die Gewinnrücklage des Unternehmens eingestellt.

„Die Erhöhung des Eigenkapitals ist erforderlich, um auch in Zukunft in regenerative Energien investieren zu können", erläutert Eger. Zudem wolle man sich in den Bereichen Fern- und Nahwärmeversorgung sowie Kraft-Wärme-Kopplung weiterhin stark engagieren. „Nur so können wir unser ambitioniertes „100 Prozent-regenerativ-Ziel" erreichen", betont Eger. Bis 2030 wollen die Stadtwerke den gesamten Strombedarf und bis 2040 die in Speyer verbrauchte Wärme regenerativ erzeugen. Zudem sei für den Erwerb zusätzlicher Energienetze - wie zuletzt das Gasnetz in Harthausen - eine solide Eigenkapitalausstattung notwendig.

„Unsere treuen Gas- und Fernwärmekunden sollen noch in diesem Jahr von dem positiven Ergebnis profitieren", informiert SWS-Geschäftsführer Wolfgang Bühring. Optimierte Gasbezugskosten, das erfolgreiche Spartenergebnis 2012 sowie erhöhte Absatzzahlen in diesem Jahr seien Gründe, um die Kunden mit einer Bonusregelung an dem guten Ergebnis zu beteiligen. Zudem werde der Stadtwerke-Stiftung für Erneuerbare Energien und Umwelt ein Betrag von 150.000 Euro zugeführt.

Die SWS investierten 2012 4,9 Mio. Euro (Vorjahr 5,0 Mio. Euro). Schwerpunkte waren hier neben den Erneuerungs- und Erweiterungsinvestitionen in die Strom-, Gas-, und Wasserversorgung die geleistete Anzahlung für den Erwerb des Gasnetzes in Harthausen zum 01.01.2013 sowie die Erweiterung des Fernwärmenetzes um 1,8 Kilometer.

Die Stadtwerke Speyer erzielten im Jahr 2012 in den Sparten Strom, Erdgas, Wasser und Fernwärme insgesamt Umsatzerlöse von 71,8 Mio. Euro (Vorjahr 66,7 Mio. Euro). „Die Umsatzerlöse aus den Hauptgeschäftsfeldern sind nach Abzug der durchlaufenden Strom- und Energiesteuern um 5,1 Mio. Euro (7,6 Prozent) gestiegen", kommentiert Bühring das gute Ergebnis. Die Stromabgabe stieg um zwei Prozent an. Die Umsatzerlöse aus Stromverkauf und Netznutzung erhöhten sich um 2 Prozent auf 36,5 Mio. Euro (nach Stromsteuer). Durch höhere Bezugspreise hat sich jedoch das Rohergebnis vermindert.

In der Sparte Erdgas stieg der Absatz um 5 Prozent. Neben dem witterungsbedingten Mehrabsatz bei den Heizgaskunden war auch die Gewinnung weiterer Gaskunden in Speyer und in anderen Netzgebieten ursächlich für den Mengenanstieg. Der Umsatz stieg auf 26,2 Mio. Euro (nach Energiesteuer) an. Trotz deutlich höherer Bezugspreise verbesserte sich das Rohergebnis leicht.

Bei der Wasserversorgung sind die Umsatzerlöse mengenbedingt um zwei Prozent auf 5,1 Mio. Euro zurückgegangen. Seit 1998 sind die Preise konstant geblieben.

Im Fernwärmebereich sind die Erlöse mit 3,8 Mio. Euro um 0,4 Mio. Euro oder 11 Prozent höher als im Vorjahr. Die Abgabe liegt mit 47.565 MWh um 7 Prozent über der des Vorjahres. Ursächlich ist vor allem die Kundengewinnung entlang der neuen Fernwärmetrasse.

Die Konzessionsabgabe wurde mit 2,6 Mio. Euro an die Stadt Speyer und die versorgten Gemeinden im Umland gezahlt.

Der Personalstand einschließlich Geschäftsführung hat sich von 214 Mitarbeitern zum 31. Dezember 2011 auf 210 Mitarbeiter zum 31. Dezember 2012 verringert. Darin ist das Personal der Verkehrsbetriebe und ein Teil der Entsorgungsbetriebe (Angestellte) mit eingeschlossen. Die Anzahl der Beschäftigten in den technischen und kaufmännischen Bereichen ist somit moderat angestiegen. Mit einer hohen Ausbildungsquote von durchschnittlich 21 Azubis im Jahr 2012 untermauern die SWS ihre unternehmerische Verantwortung für die Region und sichern den zukünftigen Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern auch durch ein berufsbegleitendes individuelles Weiterbildungs- und Studienangebot.

Im Anschluss informierte der Stadtwerke-Geschäftsführer über die Aktivitäten der SWS in Sachen Thermographie. Anfang März 2013 wurde eine Befliegung der Fernwärmeleitungstrassen anlässlich einer turnusmäßiger Leckageüberprüfung durchgeführt. „Die daraus resultierenden Daten wollen wir für eine wärmetechnische Gebäudeklassifikation verwenden und zur Darstellung eines Wärmekatasters heranziehen", so Bühring. Stadt und Stadtwerke werden gemeinsam ein Konzept entwickeln, wie die Eigentümer der auffälligen Gebäude bezüglich einer möglichen energetischen Sanierung sensibilisiert werden können.

zurück