Windpark soll 2014 ans Netz

(vom 08.02.2013)

Gemeinde Hatzenbühl und Stadtwerke Speyer/WEAG kooperieren

Windpark
Windenergieanlagen der SWS in Kirf, Landkreis Trier-Saarburg

Mit der Gemeinde Hatzenbühl kooperieren die Stadtwerke Speyer GmbH (SWS) und ihr Partner, die WEAG Future Energies AG, zum ersten Mal gemeinsam direkt mit einer Kommune zwecks Errichtung eines Windparks. Fünf Windenergieanlagen sollen mit einer Leistung von 12 MW jährlich ca. 30 Mio. Kilowattstunden Strom in das öffentliche Netz einspeisen. Das entspricht in etwa dem jährlichen Strombedarf von 8.600 Einfamilienhäusern. 16.900 Tonnen CO2 im Jahr können so vermieden werden.

Ortsbürgermeister Karlheinz Henigin und der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Jockgrim, Uwe Schwind, sind davon überzeugt, dass die Energiewende und der Ausbau regenerativer Energien nur dann gelingen können, wenn sich die kommunale Ebene vor Ort konkret beteiligt und als „Motor" fungiert. Die Gemeinde Hatzenbühl entschied sich nach einem Auswahlverfahren für das kommunale Konzept der SWS/WEAG. „Wirtschaftliche wie auch konzeptionelle Gründe gaben den Ausschlag für die Partner", so Ortsbürgermeister Henigin. Beabsichtigt ist die Gründung einer Betreibergesellschaft, an der sich die SWS, die WEAG, aber auch die Gemeinde Hatzenbühl, die Verbandsgemeinde Jockgrim sowie Bürger der Kommunen beteiligen können.

„Die Windenergie an Land ist die treibende Kraft der Energiewende, darin sehen wir nach wie vor großes Potential", betont SWS-Geschäftsführer Wolfgang Bühring. „Mit einem Strommixanteil von über acht Prozent macht die Windkraft fast die Hälfte des gesamten erneuerbaren Stroms in Deutschland aus", so Bühring weiter. Daher ist Windenergie auch ein wesentlicher Baustein des Energie- und Klimakonzeptes der Stadt Speyer auf dem Weg zu einer hundertprozentigen Versorgung aus erneuerbaren Energien. Die Stadtwerke und die WEAG beschäftigen sich kontinuierlich mit der Suche nach geeigneten Windenergievorrangflächen, um durch Investitionen in entsprechende Anlagen den Anteil des regenerativ erzeugen Stroms vor Ort stärker mit erneuerbaren Energien zu decken.

Standortanalysen und rechtliche Rahmenbedingungen, wie z. B. die Ausweisung von Windkraftflächen, Gutachten zu Schallentwicklung und Windverhältnissen, artenschutzrechtliche Gutachten etc. stehen am Anfang der Planung und Umsetzung des Windparks. „Ganz wichtig ist uns die Kommunikation mit den verantwortlichen Bürgermeistern und den Gemeinderäten, den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Genehmigungsbehörden, um die Abläufe von Anfang an umfassend und transparent zu transportieren", so Lutz Gubernator, Geschäftsführer der WEAG.

Die nächsten Schritte: In der Gemeinderatssitzung am 5. Februar 2013 wurde über Grundstücksangelegenheiten (Berechnungsmodelle zur Verteilung der Pachterlöse), die Wegenutzung sowie die Bauleitplanung der Kommune beraten und entschieden. Am 14. Februar 2013 sollen Bürger und Grundstückseigentümer in einer Versammlung über das Projekt informiert werden. Sollten alle Genehmigungen zeitnah erfolgen, könnten die Windenergieanlagen bereits 2014 in Betrieb gehen.

Über die WEAG Future Energies AG und die Stadtwerke Speyer GmbH:
Bereits seit 2009 arbeiten die Partnerunternehmen erfolgreich zusammen. Schwerpunkt der WEAG (Sitz in Neumagen-Dhron, Landkreis Bernkastel-Wittlich) ist die Planung und Realisierung von Windenergieprojekten von der „grünen Wiese" bis zur fertiggestellten Anlage. Die Stadtwerke Speyer sind ein kommunales Energieversorgungsunternehmen und haben in der Domstadt sowie in der Region bereits zahlreiche Projekte zur regenerativen Energieerzeugung umgesetzt. Drei Windenergieanlagen konnten bislang in Kirf, Landkreis Trier-Saarburg, errichtet und in Betrieb genommen werden. Ein viertes Windrad soll noch 2013 ans Netz gehen. An weiteren Standorten sind die Partner gemeinsam aktiv. Die bisherigen Anlagen erzeugen ca. 7,6 Mio. Kilowattstunden Strom. Damit können etwa 2.200 Einfamilienhäuser versorgt und über 4.300 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.

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