Gelungene Wirtschaftsförderung vor der Haustür

(vom 02.04.2014)

Stadtwerke investieren 1,4 Millionen in Bürohaus-Neubau - KABS und Icybac ziehen mit

Schlüsselübergabe
Schlüsselübergabe: (v. l.) Dr. Paul Schädler, Oberbürgermeister Hansjörg Eger, Architekt Wolf Gubener und SWS-Geschäftsführer Wolfgang Bühring

Nicht nur für die Versorgung mit Energie und Wasser sehen sich die Stadtwerke Speyer (SWS) in der Pflicht. Auch die Förderung der Infrastruktur ist ihnen ein wichtiges Anliegen. Das betonte Geschäftsführer Wolfgang Bühring bei der Einweihung eines neuen Gebäudekomplexes am 1. April in der Georg-Peter-Süß-Straße 3, wo neben dem modernen Rechenzentrum der SWS die Firmen KABS und Icybac GmbH einziehen. 1,4 Millionen Euro wurden dafür von den SWS in die Hand genommen. Auf zirka 800 Quadratmetern ist innerhalb von 16 Monaten ein Bürohaus entstanden, das sich laut Architekt Wolf Gubener (Ludwigshafen) durch eine klare Gliederung, Funktionalität und Geradlinigkeit auszeichnet. Die Identifikation mit den SWS ist ebenfalls gegeben, sind doch Sitzungszimmer und Büros in dem unternehmenseigenen Blau gehalten.

Vor dem Hintergrund der städtischen Klimaschutzinitiative "KISS" hob Bühring vor allem den minimalen Energieverbrauch des Gebäudes hervor, der sogar 40 Prozent unter den erforderlichen Zahlen der Energiesparverordnung liege. Bei nur 49 Kilo pro Quadratmeter und Jahr liege der CO2-Ausstoß. Das Gütesiegel für Energieeffizienz - der Gebäudeenergieausweis - war im Eingangsbereich bereits für alle sichtbar angebracht. Die Dämmung von Dach, Wänden, Fenstern und Türen, der Anschluss an die bestehende SWS-Heizzentrale, der Einbau eines Blockheizkraftwerks, die energiesparende Beleuchtung und die elektronisch geregelte Klimatechnik werden unter anderem darin bewertet.

Auch auf die Photovoltaikanlage wies Bühring hin. Die ist sowohl auf dem Bürohaus, als auch auf der angrenzenden Halle, in der vier Elektrofahrzeuge untergebracht sind, zu finden. Zur Betankung der Autos und zur Stromversorgung des Gebäudes soll diese in erster Linie dienen. 11.500 Kilogramm CO2-Emissionen im Jahr können durch die Anlage vermieden werden.

Durch ein Blockheizkraftwerk, an das auch die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS) und die Icybac angeschlossen sind, werde neben Wärme zusätzlich Strom erzeugt, den die SWS wiederum nutzen können. "Durch die sich weiter entwickelnden Techniken können wir das Gebäude zu einem Energiehaus machen", merkte Bühring an.

Zudem machte er auf den Glasfaseranschluss aufmerksam, der vor allem der weltweit agierenden Icybac GmbH zugutekomme. "Das Unternehmen braucht schnelle Verbindungen nach draußen", stellte Bühring hinsichtlich des beschleunigten Internets heraus. Während die beiden Partnerfirmen etwa drei Viertel des Gesamtgebäudes nutzen, sind die SWS mit ihrem neuen Rechenzentrum eingezogen. Des Weiteren werden Matthias Klaßen, Werkleiter im Bereich Entsorgung, und Marina Zimmer sowie Edmund Zimmermann, der die Leerung der Parkschein-Automaten koordiniert, Büroräume beziehen.

"So leicht habe ich mir Wirtschaftsförderung immer vorgestellt", hob Oberbürgermeister Hansjörg Eger angesichts der reibungslosen Zusammenführung der städtischen Tochter SWS mit den Firmen KABS und Icybac unter einem Dach hervor. Für Dr. Paul Schädler, Regierungspräsident a.D. und erster Geschäftsführer der Icybac, stand fest: "Wir haben beiderseits gute Partner gefunden und ich bin dankbar, dass die Erfüllung unserer Wünsche so unkompliziert verlaufen ist." Nachdem die 1976 gegründete KABS zunächst in der Kreisverwaltung Ludwigshafen und dann lange Jahre in der Gemeindeverwaltung Waldsee zu finden war, stellte Schädler nun fest: "Hier sind wir endgültig vor Anker gegangen".

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