Kräfte gebündelt für mehr Effizienz

(vom 09.01.2014)

Stadtwerke Speyer und Grünstadt verlängern Kooperationsverträge für IT-Bereich und Planmanagement

Kooperationsvertrags Unterzeichnung
Gute Zusammenarbeit: (von links) Stefan Nitsche (Bereichsleiter Informationstechnologien SWS), Jürgen Hermes (Bereichsleiter Anlagen/Netze SWS), Albert Monath (Geschäftsführer Stadtwerke Grünstadt), Patrick Schilling (Technischer Leiter Stadtwerke Grünstadt), Wolfgang Bühring (Geschäftsführer SWS).

Eine positive Wechselwirkung für zwei Seiten und eine höhere Wirtschaftlichkeit stecken hinter den Verträgen, die zwischen den Stadtwerken Speyer und Grünstadt bestehen. Nachdem die Kooperation vor knapp fünf Jahren begonnen wurde, unterschrieben die Geschäftsführer Wolfgang Bühring und Albert Monath am 7. Januar 2014 die Verlängerung. Beide sehen sich darin bestätigt, mit der gegenseitigen Übertragung von Kompetenzen in Fachbereichen einen richtigen Weg eingeschlagen zu haben.

Konkret bedeutet das: Die Stadtwerke Speyer übernehmen Dienstleistungen auf dem Sektor der Informationstechnologien für Grünstadt. Den Werken dort wurde von Speyerer Seite wiederum das Planmanagement übertragen. „Wir sind stolz darauf, dass sich die Kollegen für uns entschieden haben", betonte Bühring bei der Vertragsunterzeichnung am Dienstag. Als hohen Vertrauensbeweis wertete das Stefan Nitsche, der bei den SWS für den Bereich Energiewirtschaft und Informationstechnologien verantwortlich ist. Nicht selbstverständlich sei es - gerade vor dem Hintergrund der jüngsten Überwachungsaffäre der NSA -, sämtliche Daten zur Verfügung zu stellen.

Hinter den IT-Dienstleistungen verbergen sich zum einen Leistungsprodukte aus dem so genannten „Application Service Providing" (ASP), zum anderen aus dem „Business Service Providing" (BSP). Energieversorgungs- und Dienstleistungsunternehmen sollen davon profitieren, indem deren Arbeitsprozesse entlang der Wertschöpfungskette optimiert werden. Zukunftsorientierte IT-Lösungen, individuell gestaltet, wollen die SWS liefern. Dazu stellen sie unter anderem die Infrastruktur ihres Rechenzentrums zur Verfügung, betreuen von dort aus auf Wunsch auch die Anwendungssysteme ihrer Kunden - wie im Falle der Stadtwerke Grünstadt. Hinter dem Schlagwort BSP verbergen sich die Auslagerung von Geschäftsprozessen für Netzbetreiber und Lieferanten, teilweise oder komplett, sowie die Unterstützung in Sachen Energiedatenmanagement, Abrechnung und Kundenservice.

In dem Zusammenhang wies Nitsche darauf hin, dass ein neues Rechenzentrum entsteht. Ein Teil des Neubaus auf dem Gelände soll mit aktuellster Technik ausgestattet werden. „Wir gehen davon aus, dass wir zum 1. März den Betrieb aufnehmen können", merkte er an. „Wir hoffen, dass weitere Energieversorger aufspringen", sagte der Bereichsleiter. Immerhin führe die Bündelung von Aufgaben zu einer zielführenderen Arbeitsweise, wie Bühring erläuterte. Gerade im IT-Bereich, vor allem bei der notwendigen Software, gebe es Veränderungen im Monats- oder gar Wochenrhythmus. Hier auf Mitarbeiter setzen zu können, die mit der notwendigen Kompetenz für beide Vertragspartner verhandeln, sei eine deutliche Arbeitserleichterung und trage dazu bei, dass die gewonnene Zeit für Kundenanforderungen genutzt werden könne.

„Unsere IT wird in Speyer besser gehütet als wir es in Grünstadt je könnten", versicherte Monath. Auch er ist der Meinung, dass das Spezialisieren auf Fachgebiete notwendig sei und stolz darauf, dass Speyer die Grünstädter Werke als kompetenten Partner für das Planmanagement wählten, das unter dem Titel „Geografisches Informationssystem" (GIS) geführt wird. Dieses System nutzen Energieversorgungsunternehmen zur Dokumentation von Leitungsnetzen und deren Bauteilen sowie für Analysen. Mit Hilfe dessen können Kunden über Lage und Bemaßung von Leitungen informiert werden.

Dass der Datentransfer dank Glasfasernetz mit optimaler Geschwindigkeit vorgenommen werden kann, warf der technische Leiter der Stadtwerke Grünstadt, Patrick Schilling, ein. Einen weiteren „Mehrwert" der Verträge sah er auch darin, dass selbst Mitarbeiter anderer Bereiche in den beiden Stadtwerken intensiveren Kontakt bekommen haben.

Das Vertragsvolumen für die nächsten fünf Jahre liegt bei ca. 1,5 Millionen Euro bei weiterhin konstanten Preisen.

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