Positives Jahresergebnis 2013

(vom 05.09.2014)

Treue-Bonus für Erdgas- und Fernwärmekunden

Stadtwerke Gebäude

Die Stadtwerke Speyer blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2013 zurück. In der Sitzung am 4. September 2014 würdigte Hansjörg Eger, Aufsichtsratsvorsitzender der SWS, das gute Ergebnis: „Der Jahresabschluss zeigt sich auf einem hohen Niveau, jedoch gegenüber dem Vorjahr (5,8 Mio. Euro) gemindert mit einem Bilanzgewinn von 4,9 Mio. Euro“. Daran partizipiere die alleinige Gesellschafterin der SWS, die Stadt Speyer, mit einer Ausschüttung in Höhe von 1,5 Mio. Euro. Um den Anforderungen des kommunalen Entschuldungsfonds Rheinland-Pfalz nachkommen zu können, regte der Vorsitzende an, die Gewinnausschüttung von 1,5 Mio. Euro um 500 TEuro auf 2 Mio. Euro zu erhöhen. Im Unternehmen sollen 2,9 Mio. Euro verbleiben und in die Gewinnrücklage des Unternehmens eingestellt werden. „Die Erhöhung des Eigenkapitals ist erforderlich, um auch zukünftig in regenerative Energien sowie in den Ausbau und in die Modernisierung unserer Netze und Anlagen investieren zu können“, betont SWS-Geschäftsführer Wolfgang Bühring.

Erdgas- und Fernwärmekunden sollen weiterhin von der Leistungsfähigkeit der SWS profitieren. „Die Treue-Bonus-Aktion für Sondervertragskunden (Privat und Profi) führen wir bis 30. September 2015 fort“, so Bühring. Die jährliche Ersparnis mache für die Bewohner eines Einfamilienhauses etwa 50 Euro aus.

Das Jahresergebnis ist in den Sparten der SWS unterschiedlich ausgeprägt, so trug die kalte Witterung zu wesentlichen Umsatzsteigerungen in den Sparten Erdgas und Fernwärme bei. Gesetzlich gestiegene Abgaben und Umlagen sowie aufgrund der Regulierung gesunkene Netzentgelte wirkten sich auf den Strompreis aus und dämpften das Ergebnis der Stromsparte. Im Bereich der Wasserversorgung schlug sich wesentlich der zum 1. Januar 2013 eingeführte „Wassercent“, eine zusätzliche vom Land Rheinland-Pfalz erhobene Abgabe für jeden geförderten Kubikmeter Wasser, in Höhe von 6 Cent nieder. Die entstandene Mehrbelastung wurde von den SWS nicht an die Speyerer Kunden weitergegeben und beeinflusst das Ergebnis direkt mit 254 TEuro. Das Sport- und Erlebnisbad bademaxx wird von den Bade- und Saunagästen gut angenommen. Die Besucherzahlen konnten 2013 weiter gesteigert werden, was sich verlustsenkend auf das Ergebnis auswirkte. Fazit: Nur noch 1,6 Mio. Euro müssen durch die SWS ausgeglichen werden.

Die Stadt Speyer erhielt über die Gewinnausschüttung hinaus Konzessionsabgaben von 2,5 Mio. Euro. An Umlandgemeinden, in denen die SWS Netze betreiben, gingen insgesamt 162 TEuro.

6,1 Mio. Euro investierten die Stadtwerke Speyer im Geschäftsjahr 2013, 2,3 Mio. Euro davon in den Ausbau ihrer Leitungsnetze. 730 TEuro entfielen auf die Erweiterung des Fernwärmenetzes und Neuanschlüsse. Anzahlungen für das 2014 fertiggestellte neue Verwaltungsgebäude, in dem inzwischen die KABS und das Rechenzentrum der SWS untergebracht sind, waren mit 900 TEuro geleistet. Im Geschäftsfeld Wärmeversorgung investierten die SWS 563 TEuro in moderne Heizungsanlagen und Netze. „Wir sind stolz, dass wir im Geschäftsjahr 2013 eine Vielzahl an Projekten zur effizienten Energienutzung und zur Reduzierung der CO2-Emission umsetzen konnten“, betont Bühring.

In den einzelnen Sparten verteilen sich die Investitionen wie folgt: Strom 1.061 TEuro, Erdgas 1.269 TEuro, Wasser 236 TEuro, Wärme 1.833 TEuro, bademaxx 31 TEuro, Gemeinsame Betriebsanlagen 1.554 TEuro, Erneuerbare Energien (Photovoltaikanlagen) 79 TEuro.

Die Beteiligung an der WFS Windkraft für Speyer GmbH & Co. KG wurde mit 2,0 Mio. Euro erhöht, um ausreichend Eigenkapital zur Finanzierung  von zwei neuen Windrädern (Anschlussleistung: 3.100 Kilowatt) zur Verfügung stellen zu können.

Der Personalstand erhöhte sich zum 31. Dezember 2013 auf 219 Mitarbeiter gegenüber 210 Mitarbeitern zum Vorjahresstichtag. Darin ist das Personal der Verkehrsbetriebe und ein Teil der Entsorgungsbetriebe (Angestellte) mit eingeschlossen. Durch eine hohe Ausbildungsquote von aktuell 28 Auszubildenden übernehmen die SWS Verantwortung für die Region. „Dem Fachkräftemangel wollen wir durch eine gezielte, qualifizierte Ausbildung sowie berufsbegleitende Weiterbildungs- und Studienangebote entgegen wirken“, so Bühring. Nur mit qualifiziertem und motiviertem Personal könnten sich die Stadtwerke den steigenden Anforderungen am Markt stellen und ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit erhalten, so der Geschäftsführer.

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