2016: Stadtwerke investieren 8,8 Mio. Euro

(vom 16.11.2015)

Sinkende Strompreise zum 1. Januar 2016 – Vertrag „Fährverbindung“ verlängert

Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Speyer GmbH (SWS) beschloss in seiner Sitzung am 12. November 2015 eine Gesamtinvestitionssumme von 8,8 Mio. Euro für das Jahr 2016. 3,8 Mio. Euro setzen die Stadtwerke in den Sparten Strom, Erdgas und Wasser für die Erweiterung und Erneuerung ihrer Netze, Anlagen und Hausanschlüsse ein

2,6 Mio. Euro fließen in den Bereich Fern- und Nahwärmeversorgung. Neben der Erweiterung des Fernwärmenetzes, von Anlagen und Hausanschlüssen (1,6 Mio. Euro) sollen zahlreiche innovative Wärmeprojekte (1,0 Mio. Euro) weitergeführt bzw. in Angriff genommen werden. Dabei bieten die SWS individuelle Lösungen für Großkunden und Standardprodukte für den Bau und Betrieb von mittleren und kleinen Wärmeversorgungsanlagen für Gewerbebetriebe und Privatpersonen an. „Das Wärmekonzept für das gesamte Erlus-Gelände soll auf Fernwärme basieren", informiert Hansjörg Eger, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke. Durch Verzögerungen, die von den SWS nicht zu beeinflussen wären, würde eine Realisierung des ersten Quartiers erst 2016 erwartet. „Im veröffentlichten Bauzeitenplan des Bauträgers ist eine Umsetzung der gesamten fünf Quartiere in den nächsten sechs Jahren geplant“, so Eger weiter.

Ca. 154.000 Euro investieren die Stadtwerke 2016 im Sport- und Erlebnisbad bademaxx. Die Beleuchtungsanlage im bademaxx soll auf energiesparende LED-Technik umgebaut und erweitert werden. 2016 sind hierfür 70.000 Euro vorgesehen.

975.000 Euro fließen in den Ausbau der Photovoltaik. Dabei sollen im Rahmen des NEDO-Forschungsprojektes zwei PV-Anlagen im Ginsterweg und im Rainer-Maria-Rilke-Weg installiert werden. Für das Pacht-Angebot „Solarstrom vom eigenen Dach“ wollen die SWS in ca. 25 Anlagen investieren. „Der Pächter profitiert dabei von der EEG-Einspeisevergütung sowie einem stabilen Preis für die Eigenstromnutzung“, erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Wolfgang Bühring den Vorteil des Kunden. Des Weiteren planen die Stadtwerke, ein Geschäftsmodell zu entwickeln, bei dem in Batteriespeichersysteme und PV-Anlagen investiert werden soll. „Damit wollen wir mit unseren Partnern demonstrieren, dass mit einer innovativen Kombination aus Informationstechnik, Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern das regionale Potenzial zur CO2-Einsparung auch nach der drastischen Reduzierung der EEG-Vergütung gehoben werden kann“, so Bühring.

Um den Klimaschutzzielen der Stadt Speyer weiterhin Rechnung zu tragen, suchen die SWS stetig nach rentablen Windkraftprojekten. Gemeinsam mit dem Partnerunternehmen WEAG Future Energies AG sind noch die Windparks Langwieden und Offenbach in der Entwicklung, die sich durch Hürden in den Genehmigungsverfahren weiter verzögern. Für die Beteiligung an Windkraftprojekten wurden im Finanzplan für das Geschäftsjahr 2016 Finanzanlagen in Höhe von 2 Mio. Euro eingestellt.  

Die 100%ige Tochtergesellschaft Verkehrsbetriebe Speyer GmbH (VBS) plant 2016 Investitionen in Höhe von 1,1 Mio. Euro. Den Löwenanteil macht mit 860.000 Euro die Errichtung einer Anlegestelle für Flusskreuzfahrtschiffe im Neuen Rheinhafen Speyer aus, für die keine öffentlichen Fördermittel bewilligt wurden.

Weiter beschloss der SWS-Aufsichtsrat die Strompreise der Grundversorgung zum 1. Januar 2015 stabil zu halten bzw. die Arbeitspreise der Sonderverträge Privat und Profi um brutto 0,24 Cent/Kilowattstunde zu senken. „Trotz Erhöhung der gesetzlichen Umlagen können wir die Stromkosten für Privatkunden mit Sonderverträgen zum 1. Januar 2016 sogar leicht absenken“, betont Bühring. Durch eine optimierte Beschaffung profitiere ein Durchschnittshaushalt mit einem Verbrauch von 3000 Kilowattstunden von einer Reduzierung um rund sieben Euro im Jahr, obwohl die steigenden Umlagen 21 Euro ausmachten. „Nach wie vor bewegen wir uns auf einem niedrigen Preisniveau und gehören zu den günstigsten Versorgern in der Region“, so der Stadtwerke-Chef. Bereits zum 1. Oktober 2015 haben die Stadtwerke durch die Treue-Bonus-Regelung die Arbeitspreise für Erdgas- und Fernwärme-Kunden mit Sondervertrag Haushalt/Gewerbe gesenkt. Die Ersparnis bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden macht damit 110 Euro aus. Auch fallen die Preise der Erdgas-Grundversorgung zum 1. Januar 2016.

Final beschloss das Gremium die Verlängerung der „Durchführung des Fährdienstes“ mit dem bisher für die SWS/VBS tätigen Schifffahrtsunternehmen Ernst Hessenauer für die Jahre 2016 bis 2020. Darin enthalten ist die jährliche Zahlung eines Zuschusses in Höhe von 12.500 Euro. Voraussetzung ist, dass die Gemeinde Oberhausen-Rheinhausen ebenfalls der Verlängerung zustimmt und die erforderliche Zahlung in gleicher Höhe leistet. Die 1995 „wiederbelebte“ historische Fährverbindung für Fußgänger und Fahrradfahrer zwischen Rheinhausen und Speyer wird seit dem Jahr 2000 durch das Schifffahrtsunternehmen Ernst Hessenauer aus Rheinhausen betrieben

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