Neuer Antrieb für Elektromobilität in Speyer

(vom 02.11.2015)

Ladesäule
Gemeinsam e-mobil: SWS-Chef Wolfgang Bühring (links) und Werner Vogelsang, Geschäftsführer des Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses

Nachdem im Herbst vergangenen Jahres auf dem Festplatz, im Frühjahr dieses Jahres in der Straße „Bauhof“ und im Sommer auf dem Betriebsgelände der Stadtwerke Speyer (SWS) Stromladestationen für E-Mobil-Fahrzeuge in Betrieb genommen wurden, hat der Energieversorger in Kooperation mit dem Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus nun einen weiteren Meilenstein für eine stärker werdende elektro-mobile Zukunft gesetzt. Erstmals ist eine Ladestation in einem Speyerer Parkhaus - dem der Klinik in der Paul-Egell-Straße - eingerichtet worden.

Recht unkompliziert ging die Umsetzung der Idee vonstatten. Das seit jeher gute Verhältnis zu den SWS als lokalem Versorger hob der Geschäftsführer des Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses, Werner Vogelsang, in dem Zusammenhang hervor. Richtungsweisend sei sein Haus bereits vor etlichen Jahren gewesen, merkte er zudem an, denn: „Seit 20 Jahren besitzen wir bereits ein Elektrofahrzeug.“

Bewegung auf dem Markt

Dass gerade innerhalb der vergangenen zwei Jahre viel auf dem Markt der E-Mobilität passiert sei, machte SWS-Geschäftsführer Wolfgang Bühring deutlich. Nicht zuletzt habe der jüngste Audi-Skandal für neue Impulse in dem Bereich geführt. „Zahlen belegen, dass die E-Mobilität in Gang kommt“, stellte Bühring fest.

Laut Aufzeichnungen des Kraftfahrt-Bundesamtes seien in Deutschland zum 30. September 2015 schon 28.063 Elektrofahrzeuge angemeldet gewesen, was einen Zuwachs seit dem 1. Januar von 7.385 Fahrzeugen bedeutete. Als wachsenden Markt stellte Bühring den Sektor vor diesem Hintergrund vor. Beispielhaft verwies er auf die Informationen aus dem Hause Tesla Motors. Dort sei man mittlerweile nicht nur in der Lage, Elektroautos mit einer Reichweite von bis zu 500 Kilometer zu bauen, sondern beabsichtige, in zwei Jahren sogar Fahrzeuge mit bis zu 1.000 Kilometer Reichweite auf den Markt zu bringen.

„Das alles sind Indizien dafür, dass die E-Mobilität schnell eine immer größere Rolle spielen wird“, machte der Stadtwerke-Chef deutlich und ergänzte: „Wir als Stadtwerke müssen diesen Ball aufnehmen und den Versorgungsbereich ausbauen.“ Angeschlossen haben sich die SWS dazu an das Verbundnetz von RWE e-Mobility. Für die Kunden bedeutet das, an 2.800 Ladepunkten in Deutschland und 1.000 im Ausland den Akku ihres Autos aufladen zu können. Bühring machte dahingehend auf den Autostromvertrag aufmerksam, der in Kürze mit den SWS abgeschlossen werden kann. Mit diesem könnten Interessenten an allen Ladestationen im Verbund zu einer günstigen Pauschale „tanken“.

Zirka 80 Ladevorgänge im Monat in Speyer

„Die einzelnen Standorte sind auch leicht über eine App zu finden“, betonte Bühring. Für Speyer berichtete er von zirka 80 monatlichen Ladevorgängen bisher. Allen Vorteilen voran stellte der Geschäftsführer die geringen Betriebskosten im Vergleich zu Fahrzeugen, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden. „Für eine Strecke von 100 Kilometern fallen für das Aufladen des Akkus höchstens vier Euro an“, rechnete Bühring vor und fügte an: „Nicht zuletzt macht das Fahren mit E-Mobilen sehr viel Spaß.“ Kleinwagen seien teilweise schon ab 20.000 Euro erhältlich.

Für die Installation der Ladestation im Parkhaus des Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses haben die SWS 6.500 Euro investiert. Ralf Lang, Bereichsleiter Facility/Fuhrpark bei den SWS, wies auf die Ladebox an der linken Stationsseite hin. Lediglich die Parkgebühren müssten vom Nutzer gezahlt werden, die Stromkosten übernehme das Krankenhaus.

„Wenn die Nachfrage so ist, wie wir sie uns vorstellen, ist eine zweite Ladestation durchaus denkbar“, merkte Vogelsang an. Der Platz dafür, bestätigte Lang, sei vorhanden. Der Stadtwerke-Chef Bühring teilte außerdem mit: „Wir sind bereits mit weiteren Speyerer Unternehmen bezüglich des Anbringens von Säulen im Gespräch.“

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