SWS-Aufsichtsrat beschließt Senkung der Erdgas- und Fernwärmepreise

(vom 16.09.2015)

Gasherd

Bereits im dritten Jahr in Folge gewähren die Stadtwerke Speyer ihren Erdgas- und Fernwärmekunden mit Sondervertrag (Privat und Gewerbe) einen Treue-Bonus. Die Entscheidung dafür fasste der SWS-Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 15. September 2015. „Die aktuelle Bonus-Regelung soll von 1. Oktober 2015 bis 30. September 2016 um ein Jahr verlängert und gleichzeitig um 0,30 Cent/Kilowattstunde erhöht werden“, erläuterte Hansjörg Eger, Aufsichtsratsvorsitzender der SWS. Der Gesamt-Bonus wird auf den jeweiligen Arbeitspreis gegeben und macht für die Bewohner eines Reihenhauses (Verbrauch 20.000 Kilowattstunden) etwa 110 Euro jährlich aus.

Die Preise der Erdgas-Grundversorgung werden zum 1. Januar 2016 ebenso um 0,30 Cent/ Kilowattstunde abgesenkt.

„Insbesondere aufgrund der Marktpreisentwicklung und der sich hieraus ergebenden günstigeren Beschaffungskonditionen können wir die Preise senken“, informierte SWS-Geschäftsführer Wolfgang Bühring. Durch die flexible Beschaffungsstrategie der SWS profitierten die Kunden von den in den letzten Monaten gesunkenen Großhandelspreisen, so Bühring weiter. Laut aktuellen Preisvergleichen befinden sich die Erdgaspreise der Stadtwerke Speyer auf einem sehr niedrigen Niveau und zählen zu den günstigsten in der Region. Auch die Fernwärme-Preise liegen nach Brachen-Preisvergleichen um etwa sechs Prozent unter dem Bundesdurchschnitt – wobei die aktuelle Preissenkung dabei noch nicht berücksichtigt wurde.

Ab 1. Oktober erweitern die SWS ihre Produktpalette um das klimaneutrale Angebot „Erdgas NaturPur“. „Damit unterstützen die SWS besonders nachhaltige, zertifizierte Klimaschutzprojekte und sorgen dafür, dass Treibhausgasemissionen klimawirksam ausgeglichen werden“, sagte Bühring. Das Angebot geht allen Erdgas-Kunden der Stadtwerke Speyer Ende September auf dem Postweg zu.

Schiffsanlegestelle wird realisiert

Zudem stimmte der SWS-Aufsichtsrat der Planung, dem Bau und dem Betrieb einer Anlegestelle für Flusskreuzfahrtschiffe im Neuen Rheinhafen Speyer durch die 100%ige SWS-Tochter Verkehrsbetriebe Speyer GmbH zu. Bereits am 8. Juli hatte der städtische Bau- und Planungsausschuss die Maßnahme beschlossen. „Eine Mindestwirtschaftlichkeit ist Voraussetzung für die Umsetzung“, betonte Bühring. Laut Bauzeitenplan stehe zunächst die Entwurfs- und Genehmigungsplanung an, darauf folgten die Genehmigungs- sowie die Ausschreibungsphase mit Angebotsauswertung und Vergabe. „Sollten alle Termine eingehalten werden, kann im Sommer 2016 mit dem Bau begonnen werden“, informierte Eger. Die Inbetriebnahme des Steigers sei Ende Dezember 2016 geplant.

Zum Hintergrund: Die vorhandenen Anlegestellen für die Fahrgastschifffahrt am Rheinufer von Speyer können die große touristische Nachfrage nicht mehr decken. Da die Domstadt wesentlich vom Tourismus lebt und viele Gäste mit Schiffen kommen, ist eine zusätzliche Anlegestelle notwendig. Fördermittel wurden seitens des Landes nicht zur Verfügung gestellt. Die Lösung in Form einer Hubbrückenkonstruktion, die die Verkehrsbetriebe Speyer realisieren wollen, liegt in der Größenordnung von 860.000 Euro.

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