Wärme für Neubaugebiet in Neulußheim

(vom 19.05.2015)

Inbetriebnahme des BHKWs: (v. l.) Gunther Hoffmann, Bürgermeister der Gemeinde Neulußheim, Klaus Eisert, Geschäftsführer von I+E Generalbau und Wolfgang Bühring, Geschäftsführer der SWS
Inbetriebnahme des BHKWs: (v. l.) Gunther Hoffmann, Bürgermeister der Gemeinde Neulußheim, Klaus Eisert, Geschäftsführer von I+E Generalbau und Wolfgang Bühring, Geschäftsführer der SWS

18 Reihenhäuser in Neulußheim werden künftig von den Stadtwerken Speyer (SWS) mit Nahwärme versorgt. Durch eine Partnerschaft mit dem Bauträger I+E Generalbau übernehmen die SWS die Funktion des Wärmedienstleisters der Wohnobjekte, die sich im Neubaugebiet „Am Alten Bahnhof“ befinden. Eine zuverlässige Bereitstellung von thermischer Energie für Heizung und Warmwasser, die mithilfe eines Blockheizkraftwerks (BHKW) umgesetzt wird, ist damit gewährleistet.

Gunther Hoffmann, Bürgermeister der Gemeinde Neulußheim, Klaus Eisert, Geschäftsführer von I+E Generalbau und Wolfgang Bühring, Geschäftsführer der SWS unterstrichen bei der Inbetriebnahme Mitte Mai die gute Zusammenarbeit. Klaus Eisert berichtete,  dass er „idealerweise die SWS kennen und schätzen gelernt“ und so einen „sicheren Partner für die Zukunft gefunden“ habe. „Die SWS sind ein passender Partner – groß genug, um ein solches Projekt umsetzen zu können und nicht zu groß, dass wir nur eine untergeordnete Rolle spielen“, so Gunther Hoffmann. Die Veranstaltung am 13. Mai besuchten auch viele der Hauseigentümer. Zu ihnen sprach Wolfgang Bühring: „Bei der Versorgung spielt Nähe eine Rolle. Wir sind immer für unsere Kunden erreichbar“. Nahwärme-Experten der SWS erklärten den Anwohnern bei der Besichtigung des Heizraums die technischen Details. „Ich bin überrascht, dass so viele Bewohner gekommen sind. Es zeigt das Interesse an der Technik, die wir hier im Einsatz haben“, merkte Klaus Eisert an.

Die SWS kümmern sich um Planung, Errichtung und Betrieb der Wärmeerzeugungsanlage sowie um den Energieeinkauf. Während der Vertragslaufzeit von zehn Jahren gehören Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten ebenso zu den Aufgaben der SWS wie ein 24-Stunden-Wärmeservice, mit dem die Kunden stets rundum versorgt sind. Auch danach bleiben die Stadtwerke für den Betrieb der Anlage und die Versorgung des Wohngebiets zuständig.

Das BHKW produziert gleichzeitig Strom und Wärme: Diese sogenannte Kraft-Wärme-Kopplung bewirkt eine effizientere Nutzung des Brennstoffes Erdgas. Die Hauseigentümer genießen dadurch einen geringeren Verbrauch und leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Das hocheffiziente BHKW braucht bis zu 62 Prozent weniger Primärenergie als das konventionelle Energiesystem. Ein Grund dafür ist der hohe Energieverlust durch ungenutzte Abwärme bei der Stromerzeugung in den großen, zentralen Kraftwerken.

In der Mitte der 18 Häuser, von denen neun bereits fertiggestellt sind und sich die anderen neun noch im Bau befinden, haben die SWS die Heizzentrale errichtet. In dieser sogenannten Heizgarage sind das BHKW, zwei Pufferspeicher sowie Gasbrennwertanlagen untergebracht. Mit dem BHKW können über 70 Prozent der benötigten Wärme bei gleichzeitiger Produktion von Strom erzeugt werden. Der restliche Bedarf wird durch zwei moderne Gasbrennwertkessel gedeckt. Diese weisen eine hohe Effizienz und Redundanz auf. Letzteres bedeutet, dass ein Totalausfall der Anlagen nicht möglich ist. Das gilt im Übrigen auch für das BHKW. Das Blockheizkraftwerk ist zudem mit Hocheffizienzpumpen ausgestattet, die eine bis zu 90-prozentige Stromeinsparung beim Pumpvorgang erzielen.

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