Eigenstrom für SWS-Areal

(vom 12.09.2016)

Photovoltaikanlage
Die neue PV-Anlage auf der Kfz-Halle der Stadtwerke mit Blick zum Flugplatz

Die Stadtwerke Speyer können jetzt nahezu ihren gesamten Strombedarf auf dem Stadtwerke-Areal durch selbst erzeugten Strom decken. Am Mittwoch, 14.09.2016, geht die achte Photovoltaik-Anlage (inklusive Smartflower) auf dem Gelände in der Georg-Peter-Süß-Straße in Betrieb. Zudem erzeugt ein Blockheizkraftwerk Eigenstrom und Wärme.

Die jüngste PV-Anlage mit 380 Modulen und einer Leistung von 99 Kilowatt wurde auf dem Dach der Kfz-Halle installiert. Sie soll jährlich 89.000 Kilowattstunden Strom erzeugen, was dem Bedarf von 25 Einfamilienhäusern entspricht. Die acht Anlagen und das Blockheizkraftwerk produzieren mit einer Gesamtleistung von 332 Kilowatt 364.000 Kilowattstunden Strom. Damit kann der Eigenstrombedarf von Verwaltungs-, Betriebs-, KABS-Gebäude und Kantine (ca. 380.000 Kilowattstunden) zu fast 100 Prozent gedeckt werden. Der SWS-Strombedarf entspricht dem jährlichen Verbrauch von etwa 110 Einfamilienhäusern.

Seit 2014 installieren die SWS nur noch Erzeugungsanlagen zum Eigenverbrauch von Solarstrom (KABS-Gebäude, Kfz-Halle, Smartflower). Das bedeutet, dass der durch die Solaranlagen selbst erzeugte Strom direkt vor Ort genutzt und nicht in das öffentliche Netz eingespeist wird. Während bislang die Einspeisung von selbst erzeugtem Solarstrom in das öffentliche Netz der Regelfall war, gewinnt vor dem Hintergrund der sinkenden Einspeisevergütung der Eigenverbrauch an Bedeutung.

Dieser kann durch intelligenten Stromverbrauch erhöht werden, wenn Verbrauchsgeräte gezielt tagsüber oder sogar zu besonders sonnigen Zeiten eingeschaltet werden. Ebenso kann durch Einsatz von Batteriespeichern (wie beim gemeinsamen Projekt mit dem japanischen Forschungs- und Entwicklungsunternehmen NEDO) der zeitliche Versatz zwischen Stromerzeugung und Stromverbrauch gepuffert und damit der Eigenverbrauchsanteil erhöht werden.

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