SWS: Geschäftsjahr 2015 positiv abgeschlossen

(vom 10.06.2016)


Die Stadtwerke Speyer erwirtschafteten im Jahr 2015 einen Bilanzgewinn in Höhe von 4,5 Mio. Euro (Vorjahr 4,7 Mio. Euro). In der Sitzung am 9. Juni 2016 regte Oberbürgermeister Hansjörg Eger, Vorsitzender des SWS-Aufsichtsrates, an, die vorgeschlagene Gewinnausschüttung von 1,5 Mio. Euro um 500 TEuro auf 2 Mio. Euro zu erhöhen. „Die Mittel benötigt die Stadt Speyer, um den Anforderungen des kommunalen Entschuldungsfonds nachkommen zu können“, erläuterte Eger. Der verbleibende Betrag von 2,5 Mio. Euro wird in die Gewinnrücklage des Unternehmens eingestellt. „Die Eigenkapitalerhöhung ist notwendig, um auch zukünftig in den Ausbau und in die Modernisierung unserer Anlagen und Netze sowie in regenerative Energien investieren zu können“, betonte SWS-Geschäftsführer Wolfgang Bühring.

Die Umsatzerlöse lagen 2015 bei 98,7 Mio. Euro (Vorjahr 84,9 Mio. Euro). Die Stromabgabe konnte durch Kundenzugewinne sowie durch die positive konjunkturelle Entwicklung um 48,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. „Auch in den witterungsabhängigen Sparten Erdgas und Wärme stiegen gegenüber dem zu warmen Vorjahr die Absatzzahlen“, erläuterte Bühring. „Obwohl wir Preisreduzierungen in Form von Treueboni weitergaben, erhöhten sich die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr durch neue Anschlüsse von Haushalten und Gewerbebetrieben – bei Erdgas um 5,4 Prozent, bei der Fernwärme sogar um 19,8 Prozent“. Ebenso stieg die Wasserabgabe durch die Hitzeperiode im Sommer um 6,2 Prozent an. Die Besucherzahlen im Sport- und Erlebnisbad bademaxx konnten besonders durch die gute Witterung im Juli und August um 33.000 zahlende Besucher (11,6 Prozent) erhöht werden.  

An die Stadt Speyer führten die SWS für den Betrieb der Netze Konzessionsabgabe in Höhe von 2,4 Mio. Euro, an die Umlandgemeinden 116 TEuro ab.

2015 investierten die SWS 3,9 Mio. Euro, davon 2,0 Mio. Euro in den Ausbau ihrer Verteilungsanlagen. Verlegt wurden drei Kilometer Strom- und zwei Kilometer Erdgasleitungen sowie 112 Strom- und Erdgashausanschlüsse. Nicht mehr im Jahr 2015 fertiggestellte Investitionen von 900 TEuro betrafen im Wesentlichen den Fernwärmeausbau in der Großen Himmelsgasse, diverse Heizungsanlagen, einen neuen Sammelschacht im Wasserwerk-Süd sowie Investitionen in das Stromnetz.

Zum Stichtag 31.12.2015 waren 232 Mitarbeiter/innen bei den SWS beschäftigt. Die Ausbildungsquote lag mit 21 jungen Menschen bei 9,1 Prozent. „Durch die hohe Ausbildungsquote übernehmen wir Verantwortung für die Region“, betonte Bühring. Nur durch die gezielte, qualifizierte Ausbildung in eigenes Personal sowie die Förderung berufsbegleitender Weiterbildungsangebote könnten sich die Stadtwerke den steigenden Anforderungen am Markt stellen und ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit erhalten, so der Geschäftsführer.

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