Stadtwerke Speyer erhalten Zertifikat DIN ISO 50001

(vom 26.01.2016)

Umweltgutachter Jürgen Ulrich (links) und SWS-Geschäftsführer Wolfgang Bühring mit der Zertifizierungsurkunde

Nach einer zweijährigen Arbeitsphase konnte der Geschäftsführer der Stadtwerke Speyer GmbH (SWS), Wolfgang Bühring, am 25. Januar von Umweltgutachter Jürgen Ulrich das Zertifikat DIN ISO 50001 entgegennehmen. Belohnt und bescheinigt wird dem Energieversorger damit die Wirksamkeit des entwickelten Energiemanagementsystems. Der SWS-Chef bezeichnete dieses als maßgeblichen Schritt im Rahmen des Klimaschutzkonzeptes der Stadt Speyer „KISS“.

„Wir wollen besser werden für unsere Kunden“, stellte Bühring bei dem Zusammentreffen heraus, an dem auch das Energieteam der SWS teilnahm. Ins Leben gerufen worden war dieses speziell, um das Managementsystem auf den Weg zu bringen und fachlich zu begleiten. Aus allen energierelevanten Bereichen sind Mitarbeiter in dem Team vertreten. Die Fäden laufen bei der Energiemanagementbeauftragten Sabrina Schaefer zusammen, die betonte: „In unserem Team entstehen alle Ideen zur Verbesserung des Energiemanagements.“ Schon lange vor dieser konkreten Herausforderung haben die SWS begonnen, sich dem Thema Energieeffizienz zu widmen. Vor gut 15 Jahren sei das gewesen, rief Bühring in Erinnerung.

Das Zertifikat zu erhalten sei zwar nicht so leicht gewesen, wie er sich das vorgestellt habe, doch der Geschäftsführer stellte heraus: „Das war ein interner Aufwand der sich gelohnt hat.“ Dazu zählte er auch die rund 25.000 Euro sowie die internen Kosten, die aufgewendet werden mussten. „Meiner Meinung nach ist das eine Investition in die Bindung unserer Kunden“, unterstrich der SWS-Chef. Gerade die größeren Firmen würden ein entsprechendes Know-how erwarten. „Auch haben wir durch die Einsparungen, die wir im Unternehmen getätigt haben und weiter umsetzen werden, bereits einen maßgeblichen Teil der Investition kompensieren können“, so Bühring weiter. Zudem könne man durch die Einführung des Energiemanagementsystems den sogenannten „Spitzenausgleich“ zurückfordern. „Es sprechen viele Gründe für die Implementierung“, fasste der Stadtwerke-Geschäftsführer zusammen.

Innerhalb des Arbeitsprozesses seien die größten Energieverbraucher herausgefunden worden. Zum einen nannte Bühring das Sport- und Erlebnisbad bademaxx, wenngleich dieses schon bei der Inbetriebnahme als „Vorzeige-Bad“ für niedrige Energieverluste galt. Aufgrund neuer Vorschriften seien jetzt aber noch effizientere Lösungen möglich. An zweiter Stelle landete der Energieverlust beim Strom auf dem Weg zum Kunden. „Aus den gewonnenen Erkenntnissen haben wir uns weitere Ziele gesetzt, besser zu werden“, machte Bühring deutlich, dass das Energiemanagementsystem einem dauerhaften Arbeitsprozess unterliegen wird.

Diese Systematik diene einer kontinuierlichen Verbesserung, verdeutlichte Jürgen Ulrich. Als selbstständiger Gutachter ist er unter anderem für die GUT Certifizierungsgesellschaft für Managementsysteme mbH tätig. Optimieren und immer weniger Energie verbrauchen laute das oberste Ziel. Eine „hervorragende Vorgehensweise“ im Bestreben, Fortschritte zu erreichen, testierte er den SWS. „Das Zertifikat ist das I-Tüpfelchen der riesengroßen Arbeit, die vorher geleistet wurde – es hat Spaß gemacht, diese zertifizieren zu dürfen“, so Ulrich.

Das Managementsystem nach ISO 50001 muss jedes Jahr in Form eines Audits überprüft werden. „Alle drei Jahre steht eine Rezertifizierung an, wodurch ein anhaltender Verbesserungsprozess innerhalb des Unternehmens entsteht“, resümierte Bühring.

 

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