Stadtwerke senken Erdgas- und Fernwärmepreise

(vom 05.09.2016)

Weiterer Beschluss des SWS-Aufsichtsrats: Energieterminal wird realisiert



Bereits im vierten Jahr in Folge gewähren die Stadtwerke Speyer ihren Erdgaskunden mit Sondervertrag einen Treue-Bonus. Die Entscheidung dafür fasste der SWS-Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 1. September 2016.

„Die aktuelle Bonus-Regelung soll von 1. Oktober 2016 bis 30. September 2017 um ein Jahr verlängert werden und macht im Vergleich zum Vorjahr eine Senkung um 0,42 Cent/Kilowattstunde aus“, erläuterte Hansjörg Eger, Aufsichtsratsvorsitzender der SWS. Der Gesamt-Bonus werde auf den jeweiligen Arbeitspreis gegeben und bedeute für die Bewohner eines Reihenhauses (Verbrauch 20.000 Kilowattstunden) geringere Kosten von jährlich 84 Euro. Die Fernwärmepreise sinken zum gleichen Zeitpunkt um 0,24 Cent/Kilowattstunde. Die Preise der Erdgas-Grundversorgung werden zum 1. Januar 2017 um 0,42 Cent/ Kilowattstunde abgesenkt.

„Insbesondere aufgrund fallender Marktpreise und den damit verbundenen günstigeren Beschaffungskonditionen können wir die Preise senken“, ergänzte SWS-Geschäftsführer Wolfgang Bühring. Durch die flexible Beschaffungsstrategie der SWS profitierten die Kunden von den in den letzten Monaten gesunkenen Großhandelspreisen, so Bühring weiter. Laut aktuellen Preisvergleichen befinden sich die Erdgaspreise der Stadtwerke Speyer auf einem sehr niedrigen Niveau und zählen zu den günstigsten in der Region. Auch die Fernwärme-Preise liegen nach Branchen-Preisvergleichen deutlich unter dem Bundesdurchschnitt.

Energieterminal wird realisiert

Zudem stimmte der SWS-Aufsichtsrat der Errichtung eines Energieterminals für die neue Anlegestelle für Flusskreuzfahrtschiffe im Neuen Rheinhafen zu. Die Kosten dafür belaufen sich auf 100.000 Euro. „Zur Vermeidung von Lärm, Kohlendioxid und Feinstaub durch stromerzeugende Dieselaggregate anlegender Flusskreuzfahrt- und Fahrgastschiffe an der neuen Anlegestelle ist es erforderlich, eine Landstromversorgung herzustellen“, erläuterte Eger. Damit allen Reedereien mit ihren Fahrgast- und Flusskreuzfahrtschiffen diskriminierungsfrei eine Landstromabnahme vorgegeben werden könne, werde ein bis zu 800 Ampère ausgelegter Stromanschluss erforderlich, der nur über ein spezielles Energieterminal bereitgestellt werden könne. Es sei effizienter im Zuge der Errichtung der neuen Anlegestelle für Flusskreuzfahrtschiffe sogleich die dortige Landstromversorgung über ein Energieterminal zu realisieren, so Eger.

Bereits im September 2015 hatte der SWS-Aufsichtsrat der Planung, dem Bau und dem Betrieb der neuen Anlegestelle durch die 100%ige SWS-Tochter Verkehrsbetriebe Speyer GmbH (VBS) zugestimmt. Anfang Oktober soll mit dem Bau begonnen werden. Die Inbetriebnahme ist für Februar 2017 geplant.

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