Trinkwassertour zum Weltwassertag

(vom 23.03.2016)

Trinkwassertour
Hans Mey, Meister Wasserversorgung mit interessierten Besuchern im Wasserwerk-Nord

Das Interesse der Kunden der Stadtwerke Speyer (SWS) für das Lebensmittel Nummer 1 ist groß - gerade am Weltwassertag, dem 22. März. Flexibel zeigten sich die Verantwortlichen bei den SWS angesichts der unerwartet riesigen Resonanz auf die Einladung zur Trinkwassertour an diesem Tag. Statt wie geplant einer Führung wurden zwei Termine angesetzt, um allen einen optimalen Einblick in die Arbeit des Wasserwerks Nord und des Wasserturms zu gewähren. Rund 40 Interessierte warfen einen Blick hinter die Kulissen und waren beeindruckt von der Qualität des Speyerer Trinkwassers. Die gleiche Gäste-Anzahl wird in einer Woche nochmals auf Tour gehen.

Mit Wasserversorgungs-Meister Hans Mey und Klaus-Peter Hupf hatten die Gruppen zwei versierte Ansprechpartner. Die Wege der Förderung, der Aufbereitung, der Speicherung und letztendlich der Verteilung skizzierten sie in anschaulicher Weise. Dabei wurde deutlich, wie viel Mühe die Stadtwerke Speyer auf sich nehmen, um ihren Kunden ein hochwertiges Produkt liefern zu können.

Aus unterirdischen Wasseradern des Haardt-Gebirges stammt das Speyerer Trinkwasser, erfuhren die Kunden. Mit seinen Werten liege es nicht nur weit unterhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Obergrenze, sondern sei zudem kochsalzarm und praktisch nitratfrei. „Unser Wasser enthält viel Magnesium und Kalzium“, erklärte Mey. Beides seien lebensnotwendige Mineralien für den Körper.

Um das Niveau der Qualität zu halten, werden regelmäßig Proben des Roh- und Trinkwassers entnommen und in unabhängigen Laboren geprüft. „Unser Wasser muss strengeren Kontrollen standhalten als jedes Mineralwasser aus dem Handel“, betonte Mey. Auf Bakterien geprüft werde es jede Woche. Diese Analysen gingen auch ans Gesundheitsamt zur Kontrolle.

Den Weg des Trinkwassers von der Haardt bis zum heimischen Wasserhahn lernten die Kunden detailreiche kennen. Ausschließlich aus Grundwasserbrunnen werde das Wasser gefördert, stellte Mey heraus. Komplizierte technische und chemische Reinigungsvorgänge seien daher - im Gegensatz zur Oberflächenwassernutzung - nicht nötig. Rein biologisch aufbereitet werde das Wasser in den Werken Nord und Süd, wo Mangan und Eisen entzogen werden. Die unter Schutz stehenden Wassergewinnungsgebiete vor Ort sorgten außerdem dafür, dass kein Chlor zugegeben werden muss. Der Härtegrad, warf Mey ein, liegt bei 14,2 Grad (Bezeichnung: hart).

Die Stadt Speyer, die Gemeinde Römerberg sowie die Gemeinden Hanhofen und Harthausen werden von den Stadtwerken mit Trinkwasser versorgt. Als Energieversorger kümmern diese sich zudem als Ausbilder um die berufliche Zukunft junger Menschen. Passend zum Motto des diesjährigen Weltwassertags, „Wasser und Berufe“, bieten die SWS die Arbeitsbereiche der Fachkräfte für Abwassertechnik, Wasserversorgungstechnik, Bäderbetriebe und der Anlagenmechaniker Fachrichtung Rohrsystemtechnik an. Info: www.sws.speyer.de/ausbildung, Telefon: 06232/625-1414.

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