Mieter profitieren von Eigenstrom

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(vom 14.09.2018)

SWS und GBS starten gemeinsames PV-Projekt

Michael Schurich, Kaufmännischer Vorstand GBS, Wolfgang Bühring, Geschäftsführer SWS, Ingo Kemmling, Technischer Vorstand GBS
Gemeinsam für den Klimaschutz in Speyer: (v. l.) Michael Schurich (Kaufmännischer Vorstand GBS), Wolfgang Bühring (Geschäftsführer SWS), Ingo Kemmling (Technischer Vorstand GBS)

Dank der Erfahrungen aus einem Forschungsprojekt mit dem japanischen Unternehmen „Nedo“ haben die Stadtwerke Speyer (SWS) ein weiteres Mieterstromprojekt auf den Weg gebracht. Als Kooperationspartner wurde die Gemeinnützige Baugenossenschaft Speyer (GBS) gewonnen. Die stellte die Dachfläche eines Mehrfamilienhauses in der Danziger Straße 1 zur Installation von Solarmodulen zur Verfügung, über die die 32 Mietparteien ihren Strom zu 30 Prozent selbst erzeugen können.

Rund 50.000 Euro investierten die SWS in den Einbau der Anlage, die vom Energieversorger weiterhin betrieben wird. Die GBS, die die Fläche kostenlos überließ, erhält künftig jährlich 250 Euro, die den Rücklagen zugeführt werden können. Besonders die Mieter werden von der neuen Möglichkeit der Energienutzung profitieren. „Sie bekommen den Strom günstiger“, machte SWS-Geschäftsführer Wolfgang Bühring bei der Präsentation der Anlage deutlich und führte aus: „30 Prozent der bisherigen Kosten können alleine dadurch eingespart werden, dass der Strom nicht mehr aus dem Verteilernetz kommt.“

Ökostrom deckt fehlenden Bedarf

Beim Mieterstrom entfallen nämlich Kostenfaktoren wie Netzentgelte, Umlagen, Stromsteuer oder Konzessionsabgaben. Nicht ohne Stolz wies Bühring außerdem darauf hin, dass die Stromversorgung in der Danziger Straße 1 komplett CO2-frei stattfindet. „Zum einen nutzen alle den Eigenstrom, zum anderen wird der restliche Bedarf über den Naturstrom gedeckt, den die SWS anbieten“, sagte der Geschäftsführer.

Erwähnenswert war für Bühring zudem die konkrete Einsparbilanz im Sinne der Klimaschutzziele durch den Einsatz der Photovoltaikanlage, die im Falle der Danziger Straße in Ost-West-Ausrichtung angebracht ist. Etwa 19 Tonnen CO2 können durch diese nämlich künftig vermieden werden. „Das ist ein kleines Wäldchen“, zog Bühring einen direkten Vergleich.

Anlagenausbau ist denkbar

Dem Thema Klimaschutz fühlt sich auch die GBS verpflichtet, wie der Geschäftsführer Ingo Kemmling unterstrich. Aus dem Grund habe sich sein Unternehmen als Projektpartner gerne angesichts eines kompetenten und wichtigen Partners mit Namen Stadtwerke zur Verfügung gestellt. „Wir können uns vorstellen, das Projekt in Zukunft auszubauen“, schloss Kemmling weitere Umsetzungen des Mieterstrom-Modells nicht aus.

Im gesamten Netzgebiet der SWS liegt die Leistung sämtlicher PV-Anlagen aktuell bei rund 14.277 Kilowatt. Davon erzeugen die SWS-eigenen Anlagen mit einer Leistung von 3.581 Kilowatt ca. 3,22 Millionen Kilowattstunden Solarstrom.

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