SWS schließen Geschäftsjahr 2017 positiv ab

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(vom 19.07.2018)

Ausbau von Breitband soll forciert werden

Stadtwerke Speyer Gebäude

Die Stadtwerke Speyer (SWS) erwirtschafteten im Jahr 2017 einen Bilanzgewinn in Höhe von 5,9 Mio. Euro (Vorjahr 5,6 Mio. Euro). In der Sitzung am 19. Juli 2018 regte Oberbürgermeister Hansjörg Eger, Vorsitzender des SWS-Aufsichtsrates, an, die vorgeschlagene Gewinnausschüttung von 1,5 Mio. Euro um 500 TEuro auf 2 Mio. Euro zu erhöhen. „Die Mittel benötigt die Stadt Speyer, um den Anforderungen des kommunalen Entschuldungsfonds nachkommen zu können“, erläuterte Eger.

Neben der Gewinnausschüttung leisten die SWS mit 2,5 Mio. Euro Konzessionsabgabe (Vorjahr 2,2 Mio. Euro) und 1,0 Mio. Euro Gewerbesteuer (Vorjahr 1,2 Mio. Euro) einen wesentlichen Beitrag zum städtischen Haushalt.

Der verbleibende Betrag von 3,9 Mio. Euro wird in die Gewinnrücklage der Stadtwerke eingestellt. „Die Eigenkapitalerhöhung ist notwendig, um auch zukünftig in den Ausbau und in die Modernisierung unserer Anlagen und Netze sowie in regenerative Energien investieren zu können“, betonte SWS-Geschäftsführer Wolfgang Bühring. Besonders der Breitband-Ausbau werde in den nächsten Jahren forciert. „Leistungsfähige Kommunikationsnetze zum schnellen Informations- und Wissensaustausch sind für Wirtschaft und Gesellschaft eine ebenso bedeutende Infrastruktur wie gut ausgebaute Straßen oder Schienennetze“, sagte Bühring. Sie seien inzwischen ein wichtiger Standortfaktor für die Ansiedlung von Unternehmen und erhöhten die Attraktivität von Wohnstandorten. Auch die Speyerer Schulen hätten über die Wirtschaftsförderung der Stadt Speyer einen Bedarf an höheren Bandbreiten an die SWS herangetragen, so Bühring.

Die Umsatzerlöse lagen 2017 bei 129,2 Mio. Euro (Vorjahr 117,8 Mio. Euro) und sind im Vergleich zum Vorjahr um 9,6 Prozent gestiegen. Auch im letzten Jahr behaupteten sich die Stadtwerke im stark umkämpften Energiemarkt.

„Durch die Nutzung energiesparender Geräte und der Tatsache, dass viele Hausbesitzer und Unternehmer mittlerweile ihren Strom mittels Photovoltaik – auch in Kooperation mit den SWS – selbst erzeugen, gingen die Absatzzahlen im eigenen Netzgebiet zurück“, erläuterte Bühring. Dies konnte durch Kundenzugewinne in fremden Netzen mehr als ausgeglichen werden. Die Absatzzahlen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 14,4 Prozent an, die Umsatzerlöse um 16,4 Prozent. Die Erdgasabgabe ist um 12,0 Prozent höher als im Vorjahr. Leichte Kundenverluste im Netzgebiet konnten durch Kundenzugewinne außerhalb und vor allem witterungsbedingt kompensiert werden. Da die SWS Preisreduzierungen in Form von Treueboni an die Kunden weitergaben, erhöhten sich die Umsatzerlöse bei Erdgas (0,6 Prozent) in geringerem Maße. Die Fernwärmeabgabe lag auf Vorjahresniveau.

Die Wasserabgabe stieg verbrauchs- und witterungsbedingt um 4,1 Prozent (Erhöhung Umsatzerlöse: 4,7 Prozent).

Die Besucherzahlen im Sport- und Erlebnisbad bademaxx (Hallenbad, Freibad und Sauna) sind bei fast gleichen Freibad-Öffnungstagen aufgrund des großen Zuspruchs in der Sauna um 1,8 Prozent gestiegen. Insgesamt besuchten 350.397 Gäste das bademaxx.

2017 investierten die SWS 3,8 Mio. Euro (Vorjahr 6,9 Mio. Euro). Diese betreffen Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen in die Versorgungsnetze und -anlagen. Im Bereich der Wasserversorgung lagen die Schwerpunkte im Bau eines neuen Sammelschachts im Wasserwerk Süd und bei Baumaßnahmen für UV-Desinfektionsmaßnahmen in den Wasserwerken Süd und Nord mit 629 TEuro. Weitere wesentliche Investitionen betrafen ein neues Blockheizkraftwerk im bademaxx, Photovoltaik-Anlagen sowie Brandmeldeanlagen im Betriebs- und Verwaltungsgebäude mit 638 TEuro.

Zum Stichtag 31.12.2017 waren 233 Mitarbeiter/innen bei den SWS beschäftigt. Die Ausbildungsquote lag mit 23 jungen Menschen bei fast zehn Prozent. „Durch die hohe Ausbildungsquote übernehmen wir Verantwortung für die Region“, sagte Bühring. Nur durch die gezielte, qualifizierte Ausbildung in eigenes Personal sowie die Förderung berufsbegleitender Weiterbildungsangebote könnten sich die Stadtwerke den steigenden Anforderungen am Markt stellen und ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit erhalten, so der Geschäftsführer.

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